RBC hat am Donnerstag das Kursziel für die Commerzbank von 41 auf 39 Euro gesenkt. Die Einstufung „Sector Perform“ blieb unverändert. Damit nahm das Analysehaus seine Bewertungsmarke zurück, ohne zugleich die grundsätzliche Anlageempfehlung zu ändern.

Unterschiedliche Bewertungsmarken nach den Quartalszahlen

Deutsche Bank Research bestätigte dagegen gestern nach den Quartalszahlen die Einstufung „Hold“ und das Kursziel von 42 Euro. Die beiden Häuser unterscheiden sich damit in ihren Zielmarken und darin, ob sie nach den Zahlen Anpassungsbedarf sahen.

Die Commerzbank hatte am Donnerstag für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von 859 Millionen Euro gemeldet. Das entsprach einem Anstieg um 45 Prozent.

Beim Zinsüberschuss senkte die Bank ihre Jahresprognose von 8,6 auf rund 8,5 Milliarden Euro. Das Ziel eines Nettoergebnisses von mindestens 3,4 Milliarden Euro bestätigte sie dagegen. Die Erträge sollen im Gesamtjahr rund 13,2 Milliarden Euro erreichen.

Personalvereinbarungen und höherer Stimmrechtsanteil

Neben den Analystenreaktionen stehen Vereinbarungen mit Beschäftigten im Blick. Die FAZ berichtete am Donnerstag, rund 1.800 Beschäftigte hätten individuelle Vereinbarungen für einen geordneten Übergang getroffen. Mehr als 1.100 hätten sich für ein neues freiwilliges Altersteilzeitprogramm entschieden.

Auch auf Aktionärsebene gab es eine Veränderung. BlackRock meldete am Dienstag einen gesamten Stimmrechtsanteil an der Commerzbank von 4,44 Prozent, nach zuvor 4,38 Prozent.

Zum möglichen Zusammenschluss mit UniCredit skizzierte die Commerzbank am Donnerstag nach Angaben von Reuters eine schrittweise Integration. Zunächst könnte sie als Tochtergesellschaft im UniCredit-Konzern geführt werden, später möglicherweise mit der UniCredit-Tochter HypoVereinsbank fusionieren. Weitere behördliche Freigaben standen noch aus; die Commerzbank erwartete sie im vierten Quartal 2026 oder spätestens im ersten Quartal 2027.