Commerzbank-Aktie: Donnerwetter!

Die Commerzbank-Aktie steigt trotz anhaltender Übernahmeschlacht mit UniCredit. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial.

Commerzbank Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Aktie klettert auf 37,06 Euro
  • UniCredit-Offerte stößt auf Ablehnung
  • Gewinnprognose für 2026 angehoben
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 8%

Die Commerzbank-Aktie setzt ihren Aufwärtstrend fort. Am Freitag kletterte das Papier um 0,73 % auf 37,06 Euro. Damit notiert die Aktie nur knapp unter dem 1-Jahres-Top von 38,40 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 2,15 %, im laufenden Monat legte der Wert bereits 5,25 % zu.

Hinter der Kursstärke steht weiterhin der Übernahmekonflikt mit UniCredit. Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank bekräftigten zuletzt ihre Ablehnung des Angebots. Die Italiener bieten 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie. Eine zusätzliche Barzahlung ist nicht vorgesehen. Das Management bezeichnet die Offerte deshalb als finanziell nicht angemessen und verweist zusätzlich auf Integrationsrisiken sowie Unsicherheiten bei der Umsetzung.

Der Übernahmekrimi diktiert die Stimmung

Die Börse bewertet die Lage bislang anders als viele klassische Übernahmesituationen. Statt eines deutlichen Andienungsinteresses bleibt die Resonanz nach Angaben des Unternehmens begrenzt. Gleichzeitig baut UniCredit ihren Einfluss über direkte Beteiligungen und weitere Finanzinstrumente aus. Die zentrale Nachricht lautet damit nicht, dass ein Angebot vorliegt. Die eigentliche Nachricht lautet, dass große Teile der Aktionärsbasis bislang nicht bereit sind, dieses Angebot anzunehmen.

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Wirtschaftlich liefert die Bank zusätzliche Argumente für ihre Eigenständigkeit. Die Gewinnprognose war angehoben worden. Für 2026 erwarten Analysten inzwischen einen Nettogewinn von 3,3 Milliarden Euro. 2027 sollen daraus bereits 3,87 Milliarden Euro werden. Gleichzeitig liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2027 nur bei 9,82.

Auch Analysten reagieren auf die Entwicklung. Barclays bestätigte am 20. Mai die Einstufung „Overweight“ und nannte ein Kursziel von 42 Euro. AlphaValue/Baader Europe hob nach einem aktualisierten Ausblick die Prognosen an. Das durchschnittliche Kursziel aller erfassten Analysten liegt inzwischen bei 39,88 Euro. Gegenüber dem letzten Schlusskurs von 36,79 Euro ergibt sich daraus weiteres Potenzial von 8,39 %.

Immerhin. Die Übernahme kann also für weitere Tops sorgen.

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