Nomura hat am Mittwoch gleich eine Reihe von Stimmrechtsmitteilungen zur Commerzbank nachträglich korrigiert und ergänzt. Die Häufung der Korrekturen fiel in einen ohnehin bewegten Tag — kurz nach Ablauf der Annahmefrist für das UniCredit-Übernahmeangebot.
Was Nomura gemeldet hat
Dem aktuellen Stand der Meldekette zufolge hält Nomura Holdings insgesamt rund 8,07 Prozent an Commerzbank-Stimmrechten — zusammengesetzt aus direkt gehaltenen Aktien und Derivaten. Dabei verschob sich die Gewichtung zuletzt deutlich: Der Anteil über physisch gehaltene Aktien stieg auf 4,15 Prozent, während der über Instrumente — überwiegend Cash-Equity-Swaps — auf 3,92 Prozent sank.
Die früheren Meldungen, die nun korrigiert wurden, betrafen Schwellenwert-Ereignisse zwischen Ende April und Anfang Juni. Technische Fehler in der Aufschlüsselung einzelner Positionen machten die nachträglichen Anpassungen notwendig. An der Gesamtquote von rund 8 Prozent ändert sich im Ergebnis wenig — die Korrekturen betreffen vor allem die interne Aufteilung zwischen Aktien und Derivaten.
Das größere Bild: UniCredit und der Bundeswiderstand
Parallel dazu steht die eigentliche Übernahmedynamik im Mittelpunkt. Die Annahmefrist für das freiwillige Tauschangebot von UniCredit lief am Dienstag ab. Medienberichten zufolge haben sich die Italiener dabei rund zwölf weitere Prozentpunkte gesichert, was ihren Gesamtanteil auf über 39 Prozent heben würde — angedient offenbar vor allem von Finanzinstituten, die zuvor enge Handelsbeziehungen zur Commerzbank unterhielten.
Die Bundesregierung bleibt dem Vernehmen nach klar gegen eine vollständige Übernahme. Hinzu kommt eine analytische Einschätzung, wonach eine Vollkonsolidierung durch UniCredit regulatorisch und politisch kaum durchsetzbar sei. Fachleute verweisen auf die komplexen Kapitalanforderungen und den anhaltenden Widerstand Berlins.
Die nächste konkrete Wegmarke für Aktionäre ist das vorläufige Quartalsergebnis der Commerzbank, das für den 19. Juni angekündigt ist — mitten in einer Übernahmesituation, die noch längst nicht abgeschlossen ist.
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