Die Commerzbank muss rund zehn Millionen Euro an ehemalige Kundinnen und Kunden zurückzahlen, weil der Bundesgerichtshof (BGH) im Februar 2025 die generelle Erhebung von Strafzinsen (Verwahrentgelten) auf Spar- und Tagesgeldkonten für unzulässig erklärt hat. Diese wegweisende Entscheidung setzte die Bank unter Zugzwang, da die entsprechenden Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) als unrechtmäßig galten. Die nun fällige Rückzahlung an rund 40.000 Betroffene ist der endgültige Schlussstrich unter eine umstrittene Geschäftspraxis, die durch das höchstrichterliche Urteil beendet wurde.
Finanzielle Bereinigung der Altlasten
Finanziell sind zehn Millionen Euro für einen Großkonzern wie die Commerzbank gut verkraftbar und wirken sich kaum auf das operative Ergebnis aus. Die wahre Bedeutung dieser Zahlung liegt in der Bereinigung der Altlasten und der Reputationssicherung. Die Bank beseitigt damit die finanziellen Konsequenzen des BGH-Urteils, um zukünftige Klagerisiken aus diesem Kapitel der Negativzins-Ära vollständig auszuschließen.
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Das Unternehmen kann sich nun voll auf das margenstärkere Zinsgeschäft konzentrieren, das seit der EZB-Zinswende wieder in den Fokus gerückt ist. Es zeigt, dass der Vorstand bereit ist, vergangene Fehler schnell und konsequent zu korrigieren, um die zukünftige Wachstumsstrategie nicht durch juristische Altlasten zu gefährden.
Reputationsgewinn durch proaktive Kommunikation
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Der größte positive Effekt für die Commerzbank liegt in der Art und Weise der Abwicklung. Die Bank hat nicht gewartet, bis jeder Kunde einzeln klagt, sondern hat die rund 40.000 Betroffenen am 28. November 2025 aktiv angeschrieben und zur Rückforderung aufgefordert. Dieses proaktive Vorgehen ist ein wichtiges Signal an den Markt und die Verbraucher.
Es dient dazu, das Kundenvertrauen zu stärken, das durch die Praxis der Verwahrentgelte gelitten hatte. Die Bank positioniert sich damit als transparentes Institut, das richterliche Entscheidungen ohne Zögern umsetzt. Damit vermeidet sie potenziell Imageschäden durch langwierige Einzelklagen und negative Presse und festigt ihren Ruf als verlässlicher Partner im Massengeschäft.
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