Commerzbank gab am Mittwoch weitere -1,17 % auf nur noch 42,15 Euro nach. Der Aufwärtstrend bleibt dennoch intakt.
Die Commerzbank ist in bester Verfassung!
Auf diesem Kursniveau setzt die Bank ihr Aktienrückkaufprogramm fort. Bis zu 1,2 Milliarden Euro stehen dafür zur Verfügung, die erworbenen Aktien sollen anschließend eingezogen werden. Ein vorheriger Rückkauf über 524 Millionen Euro ist bereits abgeschlossen. Zusammen mit weiteren Maßnahmen plant die Commerzbank für 2026 eine Kapitalrückgabe von rund 3,2 Milliarden Euro.
Zusätzlich bietet die Bank den Inhabern bestimmter AT1-Anleihen aus den Jahren 2020 und 2021 einen Rückkauf von bis zu 750 Millionen Euro an. Die Papiere können bis zum 10. September angedient werden, die Abwicklung ist für den 15. September vorgesehen. AT1-Anleihen gehören zum nachrangigen Kapital einer Bank und sind vergleichsweise hoch verzinst. Ein Rückkauf kann daher die künftigen Finanzierungskosten reduzieren.
Unabhängig von diesen Maßnahmen laufen die Gespräche mit UniCredit weiter. Das italienische Institut hat Zugriff auf bis zu 49,65 % der Commerzbank-Anteile. Die Bundesregierung zeigt sich inzwischen offener gegenüber einer möglichen Übernahme. Aus Hessen kommt die Forderung, bei einem Zusammenschluss sowohl den Sitz als auch den Vorstand der Commerzbank in Frankfurt zu belassen.
JPMorgan erhöhte zuletzt das Kursziel von 38 auf 39 Euro und bestätigte „Neutral“. Die Analysten hoben ihre Prognosen für das bereinigte Ergebnis je Aktie 2026 und 2027 an. Zu den Gründen gehören höhere Erwartungen an die Zinsüberschüsse im Euroraum. Das neue Kursziel liegt dennoch rund 8,6 % unter dem Dienstagskurs.
Für die laufenden Kapitalmaßnahmen stehen bereits feste Termine fest. Das AT1-Angebot endet morgen, am 10. September und soll fünf Tage später abgewickelt werden. Das Aktienrückkaufprogramm kann bis zum 10. Februar 2027 fortgeführt werden.
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