Constellation Energy setzt für das Jahr 2026 auf einen massiven Kapazitätsausbau und milliardenschwere Aktienrückkäufe. Das Management verspricht langfristig ein zweistelliges Gewinnwachstum, dennoch reagiert der Markt heute enttäuscht auf die konkreten Ziele für das kommende Jahr. Die Messlatte der Analysten hing schlichtweg ein Stück zu hoch.
Gewinnziele unter Erwartungen
Das Unternehmen prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 11,00 und 12,00 US-Dollar. Mit einem Mittelwert von 11,50 US-Dollar bleibt der Versorger jedoch hinter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten zurück. Diese Verfehlung der Konsensschätzungen sorgte umgehend für Verkaufsdruck.
Die Aktie verliert heute rund neun Prozent an Wert und setzt damit den negativen Trend der letzten Wochen fort. Mit einem aktuellen Kurs von 237,45 Euro entfernt sich das Papier weiter von seinem im Dezember erreichten 52-Wochen-Hoch bei 322,50 Euro.
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Milliarden für Wachstum und Aktionäre
Trotz der verhaltenen Marktreaktion hält die Unternehmensführung an einer expansiven Strategie fest. Bis 2029 wird ein jährliches Gewinnwachstum von über 20 Prozent angestrebt. Um dieses Ziel zu erreichen, plant Constellation Investitionen in Höhe von 3,9 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur. Parallel dazu wurde das Volumen für Aktienrückkäufe auf 5 Milliarden US-Dollar aufgestockt.
Nach der Übernahme von Calpine im Januar verfügt das Unternehmen über eine Erzeugungskapazität von rund 55 Gigawatt. Besonders die CO2-freie Grundlast aus Kernkraftwerken bleibt ein zentrales Verkaufsargument. Das Unternehmen hält weiterhin Verträge über 5.650 Megawatt an sauberer Energie mit großen Technologiekonzernen.
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Analysten sehen weiterhin Potenzial
Einige Experten werten den aktuellen Kursrücksetzer als übertrieben. So bestätigte Wells Fargo erst am Montag die Einstufung auf „Buy“ und hob das Kursziel deutlich auf 450 US-Dollar an. Die Analysten setzen dabei vor allem auf die starke Marktpositionierung bei der Energieversorgung von Rechenzentren.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die Vermarktung der verbleibenden 147 Millionen Megawattstunden an kohlenstofffreier Energie. Die Fähigkeit, für diese Kapazitäten Premium-Preise durchzusetzen, wird maßgeblich über das Erreichen der ehrgeizigen Wachstumsziele bis 2029 entscheiden.
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