Der KI-Cloudspezialist CoreWeave hat sich frisches Kapital besorgt. Und zwar ordentlich.
Am 18. Juni platzierte das Unternehmen zwei Anleihen im Wert von insgesamt 3,25 Milliarden Euro. Die eine Tranche läuft über 2,0 Milliarden Euro und wird mit 8,5 Prozent verzinst. Die zweite kommt auf 1,25 Milliarden Dollar zu einem Kupon von 9,625 Prozent. Beide Papiere haben eine Laufzeit bis 2032.
Das Geld fließt in allgemeine Unternehmenszwecke. Vor allem will CoreWeave bestehende Schulden tilgen. Der Schritt unterstreicht: Der Ausbau der KI-Infrastruktur verschlingt gewaltige Summen.
Hohe Zinskosten als Preis für Wachstum
Die Zinssätze liegen deutlich über dem, was etablierte Tech-Konzerne zahlen. Das ist kein Zufall. CoreWeave ist ein vergleichsweise junger Anbieter mit hohem Investitionsbedarf. Die Anleihen wurden an institutionelle Käufer verkauft. Die Zinsen werden halbjährlich fällig, erstmals im Januar 2027.
Das Kerngeschäft: Spezialisierte Cloud-Dienste mit NVIDIA-Grafikprozessoren für KI-Arbeitslasten. Dieser Fokus hat CoreWeave zum Liebling der KI-Branche gemacht – bringt aber auch immense Kapitalkosten mit sich.
Der Aktie fehlt der Schwung
An der Börse zeigt die Aktie eine gemischte Bilanz. Aktuell notiert sie bei 100,22 Euro, ein Minus von 2,4 Prozent im Tagesvergleich.
In den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs um gut 15 Prozent zu. Seit Jahresanfang steht ein Plus von knapp 48 Prozent zu Buche. Doch vom 52-Wochen-Hoch bei 159,65 Euro trennen die Aktie noch immer 37 Prozent. Das Tief lag im Dezember 2025 bei 54,20 Euro.
Der RSI von 57 zeigt: Weder überkauft noch überverkauft. Volatil bleibt das Papier dennoch – die annualisierte Schwankungsbreite liegt bei 77 Prozent.
CoreWeave baut derweil seine Kapazitäten aus. Das Unternehmen will vertraglich gesicherte Stromkapazität in aktive Rechenleistung umwandeln. Der Bedarf an KI-Infrastruktur ist riesig. Die Frage ist nur, zu welchem Preis sich CoreWeave dieses Wachstum finanziert.
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