Ursprünglich wollte CoreWeave 3 Milliarden Dollar einsammeln. Am Ende waren es 3,7 Milliarden — ein deutliches Signal dafür, wie groß die Nachfrage nach dem Papier ausfiel. Der Cloud-Anbieter für KI-Infrastruktur hat die Preisfestsetzung seiner Wandelanleihe abgeschlossen und dabei kräftig aufgestockt.
Wandelanleihe mit Zinskupon und Aufschlag
Die Notes tragen einen Kupon von 2,875 Prozent, laufen bis 2033 und sollen am 22. September abgewickelt werden. Zusätzlich haben die Konsortialbanken eine Option auf weitere 500 Millionen Dollar erhalten, ausübbar innerhalb von 13 Tagen nach Ausgabe.
Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei rund 97,85 Dollar je Aktie — ein Aufschlag von 22,5 Prozent auf den Schlusskurs von 79,88 Dollar am 17. September.
Aus dem Verkauf der Notes rechnet CoreWeave mit Nettoerlösen von etwa 3,6 Milliarden Dollar, bei voller Ausübung der Mehrzuteilungsoption sogar mit rund 4,1 Milliarden Dollar. Rund 499 Millionen Dollar davon fließen in sogenannte Capped-Call-Transaktionen. Der Rest ist für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen — in der Praxis dürfte das vor allem den weiteren Ausbau der Rechenzentrums-Kapazitäten bedeuten.
Absicherung gegen Verwässerung
Die Capped-Call-Konstruktion soll die Verwässerung der Aktionäre begrenzen, falls Anleihegläubiger später in Aktien wandeln. Der Cap-Preis liegt bei 199,70 Dollar — ein Aufschlag von 150 Prozent auf den Kurs vom 17. September. Erst oberhalb dieser Marke würde die Schutzwirkung der Konstruktion greifen.
Ab dem 5. April 2030 kann CoreWeave die Notes vorzeitig zurückkaufen, sofern der Aktienkurs für einen bestimmten Zeitraum mindestens 130 Prozent des Wandlungspreises erreicht. Die Notes reihen sich in eine wachsende Liste bestehender Anleihen ein, darunter mehrere Senior Notes mit Kupons zwischen 8,5 und 9,75 Prozent sowie zwei frühere Wandelanleihen mit jeweils 1,75 Prozent Zins.
Der deutliche Zinsunterschied zu den älteren Anleihen fällt auf: Während frühere Wandelanleihen mit 1,75 Prozent verzinst waren, liegt der neue Kupon bei 2,875 Prozent. Das dürfte auch mit dem gestiegenen Kapitalbedarf für den weiteren Infrastrukturausbau zusammenhängen. Die Aktie reagierte am Vortag der Preisfestsetzung mit einem Rückgang um gut vier Prozent, zeigte sich im vorbörslichen Handel danach aber wieder leicht erholt.
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