Nahe dem Jahreshoch wird bei CrowdStrike weiter Kasse gemacht. Ein Direktor und der Chief Accounting Officer haben Anfang Oktober Aktien im Wert von zusammen rund 21 Millionen Dollar verkauft. Beide Transaktionen laufen über langfristig angelegte Handelspläne.
Zwei Verkäufe am 1. Oktober
Direktor Sameer K. Gandhi trennte sich von 54.000 Aktien der Klasse A, der Erlös lag bei rund 14,3 Millionen Dollar. Die Papiere gehörten indirekt dem Fonds Potomac Investments L.P. – Fund 1, der danach noch über 2,8 Millionen Aktien verfügt. Gandhi hält zudem über weitere Trusts und Accel-Fonds Beteiligungen im zweistelligen Millionenbereich. Der Verkaufsplan stammt vom 25. Juni 2026.
Chief Accounting Officer Anurag Saha verkaufte 24.776 Aktien zu Kursen zwischen 259,95 und 264,60 Dollar, zusammen etwa 6,5 Millionen Dollar. Sein Plan wurde am 2. Juli 2026 aufgesetzt. Direkt hält er danach noch 181.100 Aktien, darin enthalten sind Anteile aus noch zu vergebenden Restricted Stock Units.
Beide Pläne nach Rule 10b5-1 wurden Monate vor den Verkäufen festgelegt. Das spricht eher für routinierte Portfolioplanung als für eine spontane Kursreaktion. Marktbeobachter dürften die Häufung dennoch registrieren.
Bewertung auf hohem Niveau
Die Aktie schloss zuletzt bei 272,67 Dollar, nachbörslich ging es leicht auf 273,12 Dollar nach oben. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 274,23 Dollar. Auf Jahressicht summiert sich das Plus auf rund 120 Prozent, der Börsenwert beträgt etwa 277 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs in den vergangenen zwölf Monaten um 24 Prozent.
Eine Bewertungsanalyse stuft das Papier als überbewertet gegenüber seinem fairen Wert ein. Die Analysten sehen das Potenzial dagegen weiterhin positiv:
- TD Cowen hebt das Kursziel auf 280 von 250 Dollar und bleibt bei „Buy“. Das Haus verweist auf starke Nachfrage, die den erwarteten Zuwachs beim neuen wiederkehrenden Jahresumsatz übertreffen könnte.
- Stephens erhöht ebenfalls auf 280 von 260 Dollar und nennt den wachsenden Markt für KI-gestützte Cybersicherheit als Treiber.
Rückenwind kommt auch aus der Branche. Laut einer Goldman-Sachs-Auswertung wuchs der wiederkehrende Jahresumsatz der Softwarebranche im zweiten Quartal im Median um 21,3 Prozent. Evercore weist zugleich darauf hin, dass fortgeschrittene KI-Systeme Umfang und Raffinesse von Cyberangriffen steigern könnten, was die Nachfrage nach Sicherheitslösungen stützen dürfte.
Mit 280 Dollar liegen beide Kursziele nur gut zwei Prozent über dem aktuellen Kurs. Das Jahreshoch bei 274,23 Dollar bildet damit die nächste Marke, an der sich zeigt, ob der Rekordlauf trägt.
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