Die Eisenbahngesellschaft CSX hat am 22. Januar 2026 ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und enttäuschte auf ganzer Linie. Trotz operativer Verbesserungen sackte der Gewinn deutlich ab. Was steckt hinter der Talfahrt?
Profit bricht um 27 Prozent ein
Die Bilanz für das erste Quartal 2026 fällt ernüchternd aus: Der Nettogewinn stürzte auf 646 Millionen Dollar ab, verglichen mit 880 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie schrumpfte von 0,45 auf 0,34 Dollar – ein Rückgang von knapp 25 Prozent. Die Erlöse sanken um 7,1 Prozent von 3,68 auf 3,42 Milliarden Dollar.
Bereits im Schlussquartal 2025 zeichnete sich die Schwäche ab. Die Einnahmen fielen um ein Prozent auf 3,51 Milliarden Dollar und verfehlten damit die Analystenerwartung von 3,54 Milliarden Dollar. Das bereinigte Betriebsergebnis brach um neun Prozent auf 1,11 Milliarden Dollar ein.
Schwache Industrienachfrage belastet Geschäft
Verantwortlich für den Absturz sind vor allem zwei Faktoren: Die lahmende Nachfrage aus der Industrie und rückläufige Kohleexporte drücken auf die Ergebnisse. Das Gesamtvolumen stieg zwar im vierten Quartal 2025 um bescheidene ein Prozent auf 1,597 Millionen Einheiten, doch die Erlöse konnten nicht mithalten.
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Im Segment Merchandise – also klassische Industriegüter – gingen sowohl Volumen als auch Umsatz um zwei Prozent zurück. Beim Kohletransport stieg das Volumen zwar um ein Prozent, doch die Einnahmen sanken um fünf Prozent, da der Erlös pro Einheit um sechs Prozent einbrach. Einzig das Intermodal-Geschäft zeigte Stärke mit einem Volumenzuwachs von fünf Prozent und sieben Prozent höheren Erlösen.
Können operative Fortschritte die Wende bringen?
Immerhin: Operativ läuft es bei CSX deutlich besser. Die Zuggeschwindigkeit kletterte im vierten Quartal auf 19,6 Meilen pro Stunde – ein deutlicher Sprung gegenüber 17,6 Meilen zu Jahresbeginn. Die Standzeit der Waggons verkürzte sich von 11,5 auf 9,8 Stunden. Auch bei der Sicherheit gibt es Fortschritte: Der Verletzungsindex der Bundesaufsicht fiel von 0,94 auf 0,66, die Unfallrate sank von 3,08 auf 2,04.
Die operative Marge erreichte im Schlussquartal 31,6 Prozent – 30 Basispunkte über Vorjahr, allerdings unter der bereinigten Marge von 34,3 Prozent aus 2024.
Düstere Gesamtjahresbilanz 2025
Das Gesamtjahr 2025 zeigt das Ausmaß der Probleme: Die Erlöse rutschten um drei Prozent auf 14,09 Milliarden Dollar ab. Das bereinigte Betriebsergebnis schmolz um zwölf Prozent auf 4,69 Milliarden Dollar zusammen. Der bereinigte Gewinn je Aktie sackte ebenfalls um zwölf Prozent auf 1,61 Dollar ab.
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Der freie Cashflow vor Dividenden schrumpfte massiv um 36 Prozent von 2,78 auf 1,79 Milliarden Dollar. Entsprechend reduzierte CSX seine Aktienrückkäufe von 2,24 auf 1,40 Milliarden Dollar, während die Dividendenzahlungen leicht von 930 auf 972 Millionen Dollar stiegen.
Management verspricht Trendwende für 2026
CEO Steve Angel kündigte für 2026 einen Fokus auf Produktivität, Kostenkontrolle und Kapitaldisziplin an. Das Unternehmen prognostiziert ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum und eine Ausweitung der operativen Marge um 200 bis 300 Basispunkte gegenüber dem bereinigten Wert von 2025.
Der freie Cashflow soll um mindestens 50 Prozent zulegen, während die Investitionsausgaben unter 2,4 Milliarden Dollar bleiben sollen. Diese Ankündigung ließ die Aktie im nachbörslichen Handel am 22. Januar um 3,2 Prozent steigen, nachdem sie im regulären Handel um 2,16 Prozent auf 36,53 Dollar gefallen war.
Doch die Risiken bleiben: Für das Merchandise-Geschäft erwartet CSX schwache Signale bei Häuserbau und Autoproduktion. Beim Kohletransport drohen Kraftwerksschließungen und schwächelnde Stahlnachfrage. Ob die versprochene Wende tatsächlich gelingt, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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