Der größte US-Hausbauer hat am Dienstag seine Quartalszahlen vorgelegt – und die offenbaren ein Dilemma. Während der Gewinn regelrecht einbricht, reagiert die Börse überraschend positiv. Was steckt dahinter?
Die nackten Zahlen wirken ernüchternd: Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember sackte der Nettogewinn um fast 30 Prozent auf 594,8 Millionen Dollar ab. Der Gewinn je Aktie fiel von 2,61 auf 2,03 Dollar – ein Rückgang von 22 Prozent. Auch die Erlöse gingen deutlich zurück: von 7,61 auf 6,89 Milliarden Dollar, ein Minus von knapp zehn Prozent.
Warum steigt die Aktie trotzdem?
Die Antwort liegt in den Erwartungen. Analysten hatten mit einem Gewinn von lediglich 1,92 Dollar je Aktie gerechnet – D.R. Horton übertraf diese Prognose klar. Auch beim Umsatz lagen die Schätzungen mit 6,60 Milliarden Dollar deutlich niedriger. Die Aktie reagierte prompt: Im vorbörslichen Handel schoss der Kurs um bis zu vier Prozent nach oben.
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Verantwortlich für das bessere Abschneiden: aggressive Verkaufsanreize. Der Hausbauer lockte Käufer mit Hypothekenzins-Übernahmen und kleineren, günstigeren Häusern. Das Ergebnis: Die Anzahl der unterzeichneten Kaufverträge kletterte um drei Prozent auf 18.300 Einheiten. Allerdings verfehlte dieser Wert die Analystenschätzung von 18.653 Verträgen.
Hohe Kosten drücken die Marge
Die Gewinnmarge vor Steuern lag bei 11,6 Prozent und übertraf damit knapp die Erwartung von 11,5 Prozent. Interessant: Ohne eine buchhalterische Sondereffekt aus der Rückerstattung früherer Garantiekosten im Wert von 40 Basispunkten hätte die Marge deutlich schlechter ausgesehen.
Executive Chairman David Auld machte deutlich, dass die hohen Verkaufsanreize kein vorübergehendes Phänomen sind: „Wir erwarten, dass unsere Verkaufsanreize im Geschäftsjahr 2026 erhöht bleiben werden.“ Als Gründe nannte er anhaltende Erschwinglichkeitsprobleme und vorsichtige Verbraucherstimmung.
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Politischer Rückenwind für Hypotheken
Immerhin: Die Rahmenbedingungen könnten sich verbessern. Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken fiel laut Freddie Mac auf 6,06 Prozent zum 15. Januar – der niedrigste Stand seit über drei Jahren. Ein Jahr zuvor lag er noch bei 7,04 Prozent.
Präsident Donald Trump ordnete Anfang des Monats zudem an, dass die staatlich geförderten Institute Freddie Mac und Fannie Mae Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden Dollar kaufen sollen – ein gezielter Versuch, die Kreditkosten zu senken. Zusätzlich plant Trump, institutionellen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern zu verbieten, um mehr Bestand für Privatpersonen verfügbar zu machen.
Trotz der durchwachsenen Zahlen bekräftigte D.R. Horton seine Jahresprognose: Der Umsatz soll zwischen 33,5 und 35 Milliarden Dollar liegen – im Einklang mit den Analystenschätzungen von 34,26 Milliarden Dollar. Aktienrückkäufe von rund 2,5 Milliarden Dollar und Dividendenzahlungen von 500 Millionen Dollar sind weiterhin geplant. Die nächste Quartalsdividende von 0,45 Dollar je Aktie wird am 12. Februar ausgezahlt.
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