D-Wave: 17 Qubits bis Ende 2026 geplant

D-Wave verzeichnet Umsatzrückgang, aber starke Auftragseingänge. Die Übernahme von Quantum Circuits treibt den Aufbau einer zweiten Quantenplattform voran.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz bricht um 81 Prozent ein
  • Auftragseingänge steigen auf 33,4 Millionen Dollar
  • Aufbau einer zweiten Quantenplattform
  • Liquidität von 588 Millionen Dollar gesichert

D-Wave liefert ein Quartal mit zwei Gesichtern. Der Umsatz bricht ein, die Aufträge ziehen kräftig an. Strategisch verlässt das Unternehmen die enge Nische des Quantum Annealing und baut nach der Übernahme von Quantum Circuits eine zweite Plattform für universelle Quantencomputer auf.

Umsatz schwach, Verlust besser als erwartet

Im ersten Quartal sank der Umsatz auf 2,86 Millionen Dollar, ein Rückgang um 81 Prozent. Damit verfehlte D-Wave auch die Markterwartung von 4,19 Millionen Dollar.

Der Vergleich zum Vorjahr ist allerdings verzerrt. Damals hatte ein großer Systemverkauf über 12,6 Millionen Dollar die Erlöse hochgetrieben. Ohne einen ähnlichen Einzeldeal fällt die Umsatzbasis sichtbar dünn aus.

Beim Ergebnis schnitt D-Wave besser ab. Der Nettoverlust lag bei 18,4 Millionen Dollar, der Verlust je Aktie bei 0,05 Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 0,08 Dollar Minus je Aktie gerechnet.

Wichtig für die Story bleibt die Kasse. D-Wave verfügt über 588,4 Millionen Dollar an liquiden Mitteln, trotz der Übernahme von Quantum Circuits für 250 Millionen Dollar. Das verschafft dem Unternehmen Zeit, die neue Doppelstrategie technisch und kommerziell aufzubauen.

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Aufträge stützen die Wachstumsstory

Die Übernahme verändert das Profil des Unternehmens deutlich. D-Wave kombiniert nun seine etablierte Annealing-Technologie für Optimierungsprobleme mit Gate-Model-Quantencomputing, das breitere wissenschaftliche und kommerzielle Anwendungen ermöglichen soll.

Operativ zeigt sich das vor allem bei den Buchungen. Sie erreichten im Quartal 33,4 Millionen Dollar und lagen damit fast 2.000 Prozent über dem Vorjahreswert. Das ist der stärkste Kontrast zum schwachen Umsatz.

In den Buchungen stecken ein Systemverkauf über 20 Millionen Dollar sowie eine Unternehmenslizenz mit einem Fortune-100-Kunden über 10 Millionen Dollar. Auch das Cloud-Geschäft wächst: Die Erlöse aus Quantum Computing as a Service stiegen um 15 Prozent auf 1,8 Millionen Dollar.

Für die Gate-Model-Plattform nennt D-Wave einen mehrjährigen Hardwarepfad:

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  • 17 physische Qubits bis Ende 2026
  • 175 physische Qubits bis 2028
  • 10 logische Qubits bis 2030
  • 100 logische Qubits bis 2032

Für das laufende Jahr rechnet das Management mit mindestens zwei Systemverkäufen. Die noch ausstehenden Leistungsverpflichtungen lagen zum Quartalsende bei 42,4 Millionen Dollar, ein Plus von 563 Prozent.

Analysten kürzen leicht

Die Aktie notiert am Donnerstag bei 18,34 Euro und liegt damit 0,44 Prozent im Plus. Der jüngste Monat brachte zwar einen Anstieg von gut 27 Prozent, seit Jahresanfang bleibt der Titel aber deutlich im Minus.

Nach den Zahlen senkte Mizuho das Kursziel von 31 auf 29 Dollar und verwies auf den Umsatzrückstand. Canaccord Genuity reduzierte das Ziel ebenfalls leicht auf 41 Dollar, blieb aber bei einer positiven Einstufung.

Das Analystenbild bleibt mehrheitlich freundlich. Von 17 erfassten Experten empfehlen 14 die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 34,67 Dollar.

Am 1. Juni will D-Wave in New York weitere Details zur Kommerzialisierungsstrategie vorstellen; am 6. August folgt der nächste Quartalsbericht. Bis dahin bleibt der Kern der Investmentstory klar umrissen: volatile Umsätze, starke Buchungen und eine gut gefüllte Kasse für den teuren Umbau zur Doppelplattform.

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