Die Quantencomputing-Aktie D-Wave Quantum raste gestern auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 37,90 Dollar und schloss bei 35,80 Dollar. Der Auslöser: Der Physik-Nobelpreis für Quantencomputing-Pioniere verleiht dem gesamten Sektor enormen Rückenwind.

Nobelpreis entfacht Quantencomputing-Hype

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften verlieh am Dienstag den Physik-Nobelpreis an Pioniere der Quantencomputing-Forschung – eine massive Bestätigung für das langfristige Potenzial der Technologie. Investoren stürzen sich seither auf alle börsennotierten Unternehmen des Sektors.

Gleichzeitig kündigte D-Wave eine neue Partnerschaft mit SuperQ Quantum Computing und Verge Ag an. Das Projekt setzt quantenbasierte Robotik-Bewegungsplanung in der Landwirtschaft ein – ein konkreter kommerzieller Anwendungsfall, der Skeptiker verstummen lässt.

CEO auf Höhenflug: Quantum Beach Conference

D-Wave-CEO Dr. Alan Baratz tritt heute auf der prestigeträchtigen Quantum Beach Conference in Florida auf. Seine Themen: Quantenoptimierung in der Luft- und Raumfahrt sowie ein Panel zu „Quantum AI and Supremacy“. Die Bühne ist perfekt für weitere Kursraketen.

Das Unternehmen kann bereits Erfolge vorweisen: Ein viel beachtetes Projekt mit der nordwalisischen Polizei optimierte deren Fahrzeugeinsatz und halbierte die Reaktionszeiten bei Notfällen.

Kursexplosion mit Schattenseiten

Über die vergangenen zwölf Monate schoss D-Wave um über 3.800 Prozent nach oben. Analysten vergleichen den Quantencomputing-Boom bereits mit der KI-Explosion. Das Marktpotenzial: 450 bis 850 Milliarden Dollar globaler Wirtschaftswert in den nächsten 15 Jahren.

Doch Vorsicht ist geboten. Trotz 40,9 Prozent Umsatzwachstum auf 3,10 Millionen Dollar im letzten Quartal schreibt D-Wave noch immer rote Zahlen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist astronomisch – manche Beobachter wittern bereits eine Blase.

Der nächste Härtetest kommt um den 13. November mit den Quartalszahlen. Dann zeigt sich, ob die Quantencomputing-Revolution Substanz hat oder nur heiße Luft ist.