Ein Quantencomputer-Aktie mit Kursphantasie – und einem CFO, der massiv Kasse macht. Bei D-Wave Quantum prallen zwei Narrative aufeinander: steigende Handelsvolumina und institutionelles Interesse gegen auffällige Insider-Aktivitäten.
In den vergangenen zwei Handelstagen legte die Aktie um rund 7,4 Prozent zu und berührte kurzzeitig die Marke von 30,22 US-Dollar. Das Handelsvolumen schnellte dabei auf 54,2 Millionen Aktien hoch – 69 Prozent über dem üblichen Tagesdurchschnitt. Seit dem 52-Wochen-Tief bei umgerechnet 11,32 Euro im März 2026 notiert der Wert heute bei 25,21 Euro, knapp unter dem gestrigen Schluss. Der RSI von 49,4 signalisiert Neutralität.
CFO verkauft, Anleger fragen sich: Wer sitzt am längeren Hebel?
Doch die glänzende Oberfläche bekommt Risse. Chief Financial Officer John Markovich veräußerte am 22. Mai 328.752 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 27,70 US-Dollar. Der Erlös: rund 9,1 Millionen Dollar. Sein Direktbestand sank dadurch um knapp 19 Prozent auf 1,44 Millionen Aktien.
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Der Verkauf folgte auf die Ausübung von Aktienoptionen – ein gängiges Muster. Dennoch fällt der Zeitpunkt auf: mitten in einer Phase extremer Volatilität und Kursgewinne.
Institutionen kaufen, Analysten streuen
Parallel dazu baut HighTower Advisors sein Engagement aus. Das Finanzhaus erhöhte seinen Anteil um 11,4 Prozent auf 171.079 Aktien. Auch Federated Hermes stockte auf.
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Die Analystengemeinde zeigt sich uneins. Der Konsens lautet „Moderate Buy“ bei 14 Kaufempfehlungen. Die Kursziele klaffen weit auseinander:
- Rosenblatt: 43,00 US-Dollar
- Canaccord Genuity: 41,00 US-Dollar (gesenkt von 43,00)
- Mizuho: 29,00 US-Dollar
Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 10,9 Milliarden Dollar. Gestützt wird die Stimmung durch einen Letter of Intent über 100 Millionen Dollar aus dem CHIPS Act – die Hoffnung auf staatliche Förderung. Die jüngsten Quartalszahlen dagegen enttäuschten: 2,86 Millionen Dollar Umsatz verfehlten die Erwartungen.
D-Wave ringt um den kommerziellen Durchbruch. Die hohe Volatilität von über 130 Prozent annualisiert zeigt, wie weit die Erwartungen und die Realität auseinanderklaffen. Bleibt abzuwarten, ob sich das Momentum in operative Substanz übersetzt.
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