Ein unerwarteter Impulsgeber katapultierte D-Wave Quantum im April zurück auf den Radar der Wall Street. Ausgerechnet der Chip-Gigant Nvidia lieferte mit einem neuen Software-Release die technische Bestätigung, auf die Investoren des Quantencomputer-Spezialisten gewartet hatten. Die Aktie reagierte mit massiven Kursaufschlägen. Hinter der Euphorie verbirgt sich allerdings ein fundamentales Bild voller Gegensätze.
Nvidias Ising-Modell als Kurstreiber
Der entscheidende Katalysator stammte nicht aus dem eigenen Haus. Nvidia stellte kürzlich seine quelloffenen Ising-Quanten-KI-Modelle vor. Diese sollen bei Optimierungsproblemen deutlich schneller und präziser arbeiten als bisherige Ansätze. Das Ising-Modell bildet das mathematische Fundament des Quanten-Annealings. Genau diese Technologie entwickelt D-Wave seit einem Vierteljahrhundert.
Marktbeobachter werteten den Vorstoß als Ritterschlag für den technologischen Ansatz des Unternehmens. Die D-Wave-Aktie schoss in der darauffolgenden Handelssitzung um fast die Hälfte in die Höhe. Der Kurs brach aus der monatelangen Seitwärtsbewegung aus und beendete den April bei über 18 US-Dollar. Auf Monatssicht steht ein Plus von 41 Prozent auf der Anzeigetafel. Aufs Jahr gesehen notiert das Papier allerdings weiterhin tief im Minus.
Umsatzsprung und tiefe rote Zahlen
Die Geschäftszahlen spiegeln die typischen Wachstumsschmerzen der Branche wider. Im abgelaufenen Jahr kletterte der Umsatz um fast 180 Prozent auf knapp 25 Millionen US-Dollar. Parallel dazu explodierten die operativen Verluste auf ein Vielfaches dieses Wertes.
Besonders ein Detail dürfte Investoren beschäftigen. Das lukrative Abo-Geschäft mit Quantencomputing-Dienstleistungen aus der Cloud steuerte nur einen Bruchteil zu den Gesamterlösen bei. Dieser wiederkehrende Umsatzstrom gilt an der Wall Street als wichtigster Gradmesser für die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.
Analysten positionieren sich neu
Die jüngste Volatilität spaltet die Experten. Die Investmentbank Mizuho senkte ihr Kursziel von 40 auf 31 US-Dollar, rät aber weiterhin zum Kauf. Die Analysten sehen das Unternehmen am Beginn einer technologischen Wende und trauen D-Wave bis zum Ende des Jahrzehnts einen signifikanten Marktanteil zu. Northland Capital startete die Bewertung indes deutlich vorsichtiger mit einem Kursziel von 22 US-Dollar und einem neutralen Rating.
Ob der Nvidia-Effekt nachhaltig trägt, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Am 12. Mai legt D-Wave die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Wenig später, am 1. Juni, lädt das Management zum ersten Investorentag an der New Yorker Börse. Dort steht die geplante Integration der übernommenen Quantum Circuits auf der Agenda, die 2026 in ein erstes kommerzielles Dual-Rail-System münden soll.
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