D-Wave Quantum: 52,2% Wochengewinn nach Nvidia Ising

D-Wave profitiert von Nvidias Open-Source-KI für Quantencomputer und verzeichnet starke Umsatzsteigerungen, während Analysten die hohe Bewertung diskutieren.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie nach Nvidia-News um 52 Prozent gestiegen
  • Umsatz 2025 um 179 Prozent auf 24,6 Mio. Dollar
  • CEO Baratz positioniert sich gegen Nvidia-Konkurrenz
  • Analysten bewerten hohe Bewertung als risikoreich

Nvidia treibt eine ganze Branche vor sich her — und D-Wave Quantum profitiert am stärksten. Innerhalb einer Woche legte die Aktie 52 Prozent zu. Das Handelsvolumen am 20. April 2026 übertraf kurzzeitig alle anderen US-Aktien.

Nvidia zündet den Funken

Ausgangspunkt war der 14. April. Nvidia stellte an diesem Tag die Ising-Modellfamilie vor — nach eigenen Angaben die weltweit erste Open-Source-KI-Familie für Quantencomputing. Die zwei Modelle Ising Calibration und Ising Decoding sollen Fehler in Quantencomputer-Ausgaben bis zu dreimal schneller korrigieren als bisherige Methoden. Für institutionelle Investoren war das ein Signal. Ihr Anteil an D-Wave stieg auf 42,47 Prozent.

Am 14. und 15. April legten Quantencomputing-Aktien zweistellig zu. D-Wave gewann allein am 14. April 22,6 Prozent und schloss bei 20,81 Dollar. Das Handelsvolumen lag bei 90,2 Millionen Aktien — rund 227 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt.

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CEO Baratz greift Nvidia direkt an

Während Nvidias Ankündigung die Branche beflügelte, nutzte D-Wave-Chef Alan Baratz den Moment für eine Kampfansage. Beim Semafor World Economy Summit sagte er: „Wenn ich Nvidia wäre, würde ich in meinen Stiefeln zittern.“ Ein D-Wave-System verbrauche nur rund 10 Kilowatt — für Aufgaben, die sonst ein energiehungriges Rechenzentrum erfordern würden.

Baratz zog den Vergleich zu ChatGPT. Sein Unternehmen habe den eigenen Durchbruchmoment bereits hinter sich. „Unsere Quantencomputer haben Probleme gelöst, die klassisch schlicht nicht lösbar sind“, sagte er gegenüber Yahoo Finance.

Umsatz wächst, Bewertung polarisiert

Die Rally hat eine fundamentale Grundlage — zumindest teilweise. D-Wave meldete für 2025 einen Umsatzanstieg von 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar. Die Buchungen im ersten Quartal 2026 lagen bereits bei 32,8 Millionen Dollar, gestützt durch einen 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf und einen zweijährigen Servicevertrag über 10 Millionen Dollar.

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Im Januar schloss D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits ab. Der Kaufpreis: 250 Millionen Dollar in bar plus 10,43 Millionen neue Aktien. Der Deal bringt Gate-Modell-Technologie ins Portfolio — eine Ergänzung zu D-Waves bisherigen Annealing-Systemen. Kunden wie Volkswagen und Lockheed Martin nutzen die Technologie bereits operativ.

Die Analystenmeinungen gehen auseinander. Wedbush-Analyst Antoine Legault hält trotz eines schwachen vierten Quartals an der Outperform-Einstufung fest und verweist auf über 135 Kunden und stark wachsende Buchungen. Canaccord-Analyst Kingsley Crane sieht die Pipeline ebenfalls als stark — warnt aber, die Aktie werde mit dem 150-fachen des für 2027 erwarteten Umsatzes bewertet. Ein Konzept-Investment mit entsprechendem Risikoprofil.

Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob die Buchungsdynamik in echten Umsatz mündet. Das dürfte der nächste Stresstest für die Bewertung sein.

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