D-Wave Quantum: 550 Millionen für Quantum Circuits

D-Wave Quantum setzt auf energieeffiziente Quantencomputer für Optimierungsprobleme und treibt mit einer Akquisition die Entwicklung voran. Das Unternehmen verzeichnet starkes Umsatzwachstum bei anhaltenden Verlusten.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Energieeffizienz als zentrales Verkaufsargument für Investoren
  • Akquisition von Quantum Circuits für 550 Millionen US-Dollar
  • Umsatzsprung um 179 Prozent im letzten Geschäftsjahr
  • Aktienkurs mit deutlichem Plus auf Jahressicht

Der Energiehunger von Künstlicher Intelligenz wächst rasant. D-Wave Quantum liefert nun ein Gegenargument, das in die Steckdose passt: Zehn Kilowatt reichen aus, um komplexe Optimierungsprobleme zu lösen. CEO Alan Baratz rückt die Energieeffizienz seiner Quantencomputer gezielt in den Mittelpunkt der Investorenansprache.

Baratz zieht einen selbstbewussten Vergleich. Das Unternehmen habe seinen „ChatGPT-Moment“ bereits hinter sich, da die eigenen Systeme Probleme knacken, an denen klassische Rechner scheitern. Konzerne wie Volkswagen und Lockheed Martin integrieren die sogenannte Quanten-Annealing-Technologie bereits in ihre Lieferketten und Netzwerke.

Zukauf für die zweite Säule

Die kommerzielle Strategie ruht allerdings auf zwei Pfeilern. Um die Entwicklung universeller Quantencomputer voranzutreiben, schloss D-Wave kürzlich die Übernahme von Quantum Circuits ab. Der Kaufpreis lag bei 550 Millionen US-Dollar, teils in bar, teils in Aktien.

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Durch die Kombination der Technologien peilt das Management einen straffen Zeitplan an. Bis Ende 2026 soll das erste kommerzielle Gate-Modell-System auf den Markt kommen. Baratz räumt ein, dass bis dahin noch echte Ingenieursarbeit ansteht.

Umsatzsprung trifft auf hohe Kosten

Die jüngsten Geschäftszahlen spiegeln den frühen Marktzyklus wider. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz um 179 Prozent auf 24,6 Millionen US-Dollar. Die Auftragseingänge zum Jahresauftakt untermauern diese Dynamik mit einem Volumen von knapp 33 Millionen US-Dollar.

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Parallel dazu weiteten sich die operativen Verluste aus. Das bereinigte EBITDA-Minus stieg auf 71,8 Millionen US-Dollar. Ein komfortables Cash-Polster von über 880 Millionen US-Dollar sichert die Finanzierung der kommenden Jahre ab.

Am Aktienmarkt honorieren Investoren den Kurswechsel. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von rund 200 Prozent und pendelt aktuell nahe der mehrmonatigen Hochs. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. Die Investmentbank Mizuho senkte zwar das Kursziel wegen steigender Ausgaben auf 31 US-Dollar, behält aber die Kaufempfehlung bei.

Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Der kommende Quartalsbericht muss belegen, ob die kommerziellen Buchungen das hohe Niveau halten können. Gelingt dies, verschafft sich D-Wave den nötigen Spielraum für den anvisierten Produktlaunch im Jahr 2026.

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Über Dieter Jaworski 3305 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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