D-Wave Quantum schließt eine ereignisreiche Woche ab — mit wissenschaftlichen Präsentationen auf dem APS Global Physics Summit in Denver und einer Aktie, die rund 20 Prozent seit Jahresbeginn verloren hat. Das Unternehmen liefert Fortschritte auf mehreren Fronten gleichzeitig, während der Markt skeptisch bleibt.
Ehrgeizige Strategie, schwieriges Umfeld
Im Januar 2026 kündigte D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen US-Dollar an — 300 Millionen in eigenen Aktien, 250 Millionen in bar. Der Deal macht D-Wave zum ersten kommerziellen Anbieter mit einer Dual-Plattform-Strategie: Die bewährten Quantum-Annealing-Systeme werden künftig durch fehlerkorrigierte Gate-Modell-Technologie von Quantum Circuits ergänzt. Auf der eigenen Nutzerkonferenz Qubits 2026 bestätigte das Unternehmen, noch in diesem Jahr ein erstes Gate-Modell-System auf den Markt bringen zu wollen.
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Parallel dazu hat D-Wave eine Kooperation mit Davidson Technologies und Anduril Industries geschlossen, um quantenklassische Hybridanwendungen für die US-Raketenabwehr zu entwickeln. In einem Proof-of-Concept lieferte D-Waves Stride-Solver auf dem Advantage2-System mindestens zehnmal schnellere Lösungen als rein klassische Ansätze — bei gleichzeitig 9 bis 12 Prozent besserer Bedrohungsabwehr.
Starkes Umsatzwachstum, wachsende Verluste
Die Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen ein widersprüchliches Bild. Der Umsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen US-Dollar, der GAAP-Bruttogewinn legte sogar um 265 Prozent auf 20,3 Millionen zu. Gleichzeitig weiteten sich die operativen Ausgaben auf 120,7 Millionen aus, und der Nettoverlust erreichte 355,1 Millionen — maßgeblich getrieben durch eine nicht zahlungswirksame Warrant-Neubewertung von 270,5 Millionen. Die Liquidität liegt bei über 884 Millionen US-Dollar, doch sinkende Buchungsvolumina und der Wettbewerb durch größere Anbieter wie IBM belasten das Bild.
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Hinzu kommt der Gegenwind aus dem gesamten Quantensektor: Eine neue Debatte über überzogene Bewertungen bei vorbörslich profitablen Unternehmen hat diese Woche den Druck auf Aktien wie D-Wave verstärkt. Auch Shelf-Registrierungen über rund 330 Millionen US-Dollar haben positive Nachrichten für viele Anleger überlagert.
Was Analysten sagen
Trotz des Kursrückgangs bleibt die Wall Street formal optimistisch. 15 Analysten vergeben im Schnitt ein „Strong Buy“-Rating, mit einem 12-Monats-Kursziel von 32,53 US-Dollar — rund 87 Prozent über dem aktuellen Kurs von 16,10 US-Dollar. Als Argument für die kommerzielle Tragfähigkeit führen Befürworter die Nutzungszahlen an: Die Advantage2-Systeme verzeichneten einen Anstieg von 314 Prozent im Jahresvergleich, der Stride-Solver legte in sechs Monaten um 114 Prozent zu. Ob diese Kennzahlen ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich an der Entwicklung der Buchungszahlen in den kommenden Quartalen ablesen lassen.
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