D-Wave Quantum bekommt frische Rückendeckung von der Wall Street, während der Quantencomputing-Sektor einen neuen Vergleichswert erhält. B. Riley hebt das Kursziel an, Quantinuum startet an der Nasdaq. Für D-Wave ist das eine klare Gemengelage: mehr Kapitalfantasie, aber auch härtere Maßstäbe.
B. Riley setzt Ziel höher
Am 2. Juni erhöhte B. Riley Securities das Kursziel für D-Wave auf 40 Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Zuvor lag das Ziel bei 36 Dollar. Die Anhebung folgt auf den ersten Investorentag des Unternehmens.
Ausgehend von Kursen um 29 Dollar sieht Analyst Craig Ellis damit rund 38 Prozent Potenzial. Sein zentrales Argument ist die Doppelstrategie: D-Wave kombiniert die etablierte Annealing-Technologie mit einer Gate-Model-Roadmap.
Damit will das Unternehmen nicht nur Optimierungsprobleme adressieren. Auch Anwendungen in KI, Simulation und Kryptografie rücken stärker in den Blick.
In Deutschland schloss die Aktie am Mittwoch bei 23,75 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von 29,11 Prozent, in der vergangenen Woche verlor der Titel 6,13 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
Die Aktie handelt damit deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 17,57 Euro. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 135,53 Prozent zeigt allerdings, wie stark die Schwankungen rund um den Quanten-Hype bleiben.
Staatliches Geld als Beschleuniger
Rückenwind kommt auch aus Washington. D-Wave hat eine Absichtserklärung des US-Handelsministeriums über 100 Millionen Dollar an Fördermitteln im Rahmen des CHIPS and Science Act erhalten. Nach Abschluss soll die US-Regierung eine Minderheitsbeteiligung bekommen.
Das Geld ist für die Skalierung der Systeme gedacht. Zu den Zielen zählen ein Annealing-System mit 100.000 Qubits und ein Gate-Model-System mit 10.000 Qubits. Letzteres soll etwa 100 logische Qubits ermöglichen.
Diese Zielgrößen sind technisch ambitioniert. Sie erklären, warum Analysten stärker auf Roadmaps, Finanzierung und Entwicklungsmeilensteine schauen als auf kurzfristige Kennzahlen.
Die Gate-Model-Roadmap reicht inzwischen von 2026 bis 2032. Bis 2032 peilt D-Wave fehlertolerante Systeme an.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
Quantinuum liefert den Vergleich
Parallel dazu setzt Quantinuum einen neuen Maßstab für die Branche. Der Konkurrent nahm am 4. Juni den Handel an der Nasdaq Global Market unter dem Kürzel QNT auf. Der Ausgabepreis lag bei 60 Dollar je Aktie.
Quantinuum platzierte 28 Millionen Class-A-Aktien. Daraus soll ein Bruttoerlös von etwa 1,68 Milliarden Dollar entstehen. Für börsennotierte Quantenfirmen wie D-Wave entsteht damit ein frischer Bewertungsvergleich.
D-Wave kommt im selben Segment bereits auf rund 10,20 Milliarden Dollar Börsenwert. Der Quantinuum-Börsengang schärft damit die Frage, welche Technologiepfade und Skalierungsziele der Markt künftig höher bewertet.
Der Kurs reagiert trotzdem nicht linear. D-Wave fiel am 3. Juni um 7,8 Prozent auf 27,5680 Dollar, begleitet von allgemeiner Volatilität und Gewinnmitnahmen. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Analystenseitig bleibt die Haltung robust:
- B. Riley Securities: 40 Dollar nach zuvor 36 Dollar
- Roth Capital: 40 Dollar
- Needham: 40 Dollar
- Rosenblatt Securities: 43 Dollar
- Konsens: 37,50 Dollar bei 11 Kaufempfehlungen und 1 Halteempfehlung
Damit prallen zwei Signale aufeinander: Die strategische Story wird stärker, der Kurs bleibt schwer berechenbar. Nach dem Quantinuum-Debüt dürfte der Markt D-Wave noch genauer an technischen Fortschritten, staatlicher Finanzierung und der Umsetzung der Roadmap messen.
D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 4. Juni liefert die Antwort:
Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


