Der erste Analystentag von D-Wave Quantum hat den Blick vieler Investoren stärker auf die langfristigen Technologieziele des Unternehmens gelenkt. Besonders deutlich wurde dies durch die Reaktion von Mizuho. Die Investmentbank erhöhte ihr Kursziel für die Aktie von 29 auf 35 Dollar und bestätigte gleichzeitig ihre Einstufung „Outperform“. Passend zu dieser Einstufung ist gestern der Kurs massiv explodiert. Die Aktie legte um rund 13 % auf 22,88 Euro zu. Wahnsinn:

Quantencomputing im Mittelpunkt

Die Veranstaltung aber ist aktuell vielleicht die Folie, auf der sich die Wahrnehmung am ehesten entwickelt.

Im Mittelpunkt stand die technologische Roadmap für das Gate-basierte Quantencomputing. D-Wave plant, bis 2030 zehn logische Qubits bereitzustellen. Zwei Jahre später soll die Plattform bereits auf 100 logische Qubits skaliert werden. Das Unternehmen verfolgt damit einen Ansatz, der das bestehende Annealing-Geschäft mit neuen Gate-basierten Systemen kombinieren soll.

Die Größenordnung der Ambitionen wird beim Blick auf den adressierbaren Markt deutlich. Bis 2040 sieht D-Wave ein Potenzial von 450 bis 850 Milliarden Dollar. Dabei soll die eigene Technologie sowohl wissenschaftliche als auch industrielle Anwendungen abdecken. Einen Schwerpunkt bildet die Quantenfehlerkorrektur, deren Zykluszeiten laut Unternehmensangaben unter fünf Mikrosekunden liegen sollen.

Das ist gewaltig. Der Umsatz für das laufende Jahr wird derzeit auf rund 42 Millionen Dollar geschätzt. Die Dimensionen würden sich also eminent verschieben. Ob D-Wave Quantum hier Recht behält? Dann explodiert gleich alles. Die insgesamt extrem hohen Kursziele von Analysten wären dann unmittelbar zu erklären. Denn die Margen des Unternehmens bezogen auf die realen Umsätze sind schon jetzt gewaltig. Damit wäre der Titel wahrscheinlich sogar deutlich mehr als die oben genannten 45 Dollar wert.