D-Wave Quantum Aktie: Branchenentwicklungen beobachtet

Der Quantencomputing-Spezialist verzeichnete im vierten Quartal 2025 Umsatz und Gewinn unter den Erwartungen, was zu einem Kursrutsch führte. Das Gesamtjahr und die Auftragseingänge zeigen jedoch ein explosives Wachstum.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalsumsatz und Ergebnis verfehlen Analystenschätzungen
  • Jahresumsatz steigt um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar
  • Auftragsbestand erreicht im Januar 2026 neuen Rekord
  • Analysten senken Kursziele bei anhaltenden Verlusten

Die D-Wave Quantum Aktie geriet zum Wochenschluss unter massiven Verkaufsdruck und verlor rund 11,4 Prozent auf etwa 17,85 Dollar. Auslöser waren die Zahlen für das vierte Quartal 2025, die bei Umsatz und Gewinn deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben – obwohl das Unternehmen im Gesamtjahr ein explosionsartiges Wachstum verzeichnete.

Quartalszahlen enttäuschen den Markt

Im Schlussquartal 2025 erwirtschaftete der Quantencomputer-Spezialist einen Umsatz zwischen 2,75 und 2,8 Millionen Dollar. Das entspricht zwar einem Plus von rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr, liegt jedoch deutlich unter der Konsensschätzung von 3,74 Millionen Dollar. Noch schwerer wog der adjustierte Nettoverlust von 0,09 Dollar je Aktie – Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 0,05 bis 0,07 Dollar gerechnet.

Ganz anders das Gesamtjahr: Mit 24,6 Millionen Dollar Erlös legte D-Wave um 179 Prozent gegenüber 2024 zu, als lediglich 8,8 Millionen Dollar in den Büchern standen. Zudem verfügt das Unternehmen über die höchste Liquidität seiner Geschichte. Zum Jahresende beliefen sich Cash und marktfähige Wertpapiere auf 884,5 Millionen Dollar – ein Polster, das vor allem durch Optionsschein-Ausübungen im vierten Quartal aufgebaut wurde.

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Auftragsboom beschleunigt sich dramatisch

Die eigentliche Dynamik zeigt sich im Auftragseingang. Im vierten Quartal sicherte sich D-Wave Bookings in Höhe von 13,4 Millionen Dollar – ein Anstieg um 471 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Herzstück war ein Zehn-Millionen-Euro-Vertrag für ein Forschungszentrum in der Lombardei, der 50 Prozent der Kapazität eines Advantage2-Annealing-Quantencomputers umfasst.

Der Januar 2026 setzte diese Entwicklung fort: Bookings von über 30 Millionen Dollar sorgten für einen neuen Rekord. Dazu zählen ein 20-Millionen-Dollar-System für die Florida Atlantic University und eine zehnjährige Quantum-Computing-as-a-Service-Lizenz über zehn Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Konzern. Parallel schloss D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits ab, um neben Annealing- auch Gate-Model-Architekturen anzubieten.

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Analysten kürzen Kursziele

Trotz der starken Liquidität bleibt der kumulierte Nettoverlust von über 355 Millionen Dollar ein Belastungsfaktor. Evercore ISI senkte das Kursziel von 44 auf 42 Dollar, Roth Capital reduzierte seine Prognose von 40 auf 30 Dollar. Beide Institute bleiben konstruktiv, dämpfen jedoch ihre Erwartungen angesichts der anhaltenden Verluste.

Die Zahlen für Januar deuten darauf hin, dass sich die kommerzielle Traktion beschleunigt. Entscheidend wird sein, ob D-Wave diese Pipeline in nachhaltiges Umsatzwachstum überführen kann – die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob der Auftragsboom den Weg zur Profitabilität ebnet.

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