Einen sehr heftigen Kursabsturz hat nunmehr die Aktie von D-Wave Quantum hinnehmen müssen. Am Dienstag verabschiedete sich das Papier am Ende mit einem Abschlag in Höhe von 8,7 % aus dem Handel an der Börse München. Die Aktie ist nur noch 20,89 Euro wert.

Es ist offensichtlich, dass D-Wave Quantum extreme Schwankungen produziert. Noch am Montag war die Aktie mit einem Aufschlag in Höhe von 13,16 % in die neue Woche gestartet. Insofern sind hier mutmaßlich am Dienstag einfach nur Gewinne vom Tisch genommen worden.

D-Wave Quantum: Sie sind am Rande

Die Aktie changierte rund um die Marke von 20 Euro. Noch hält sie sich über dieser aus chartistischer Sicht sicherlich wichtigen runden Marke. Allerdings ist ein Einbruch aus Sicht der Chartanalysten jederzeit möglich. Genauso gut scheint auch ein Ausbruch nach oben jederzeit möglich zu sein.

D-Wave Quantum bietet wenig Gewähr dafür, dass das Papier stabil sein wird. Warum? D-Wave Quantum ist auf der einen Seite sicherlich in einem sehr spannenden Geschäftsfeld unterwegs. Quantentechnologie gilt als zukunftssicher, weil die Rechenleistungen weltweit steigen müssen. Dazu gehört allerdings auch, dass derzeit noch niemand weiß, wann sich alle Investitionen rechnen werden.

Im Moment gehen die Börsen zumindest in ihren Schätzungen davon aus, dass der Umsatz des Unternehmens im laufenden Jahr auf 42 Millionen Dollar zu taxieren sei. Der Verlust hingegen liege dreistellig bei über 100 Millionen Dollar. Insofern ist schon klar, dass D-Wave weder hinreichend große Umsätze produziert noch in irgendeiner Form rentabel arbeitet.

Dies ist ein Wachstumswert, der klassisch von Nachrichten lebt. Kürzlich hatte die US-Regierung über das Handelsministerium die Absicht erklärt, eine Beteiligung in Höhe von 100 Millionen Dollar einzugehen. Dies hat D-Wave Quantum zumindest an den Aktienmärkten massiv nach oben gebracht.

Nun nehmen die Investoren teilweise die Gewinne wieder mit. Offensichtlich sind sie damit nicht allein. Der CFO des Unternehmens hat einer Meldung nach Aktien im Wert von über 6,2 Millionen US-Dollar verkauft. Der CFO ist sicher ein durchaus interessanter und relevanter Insider.

Die Märkte haben sich daran offenbar ein Beispiel genommen. Die Aktie wurde tatsächlich massiv verkauft.