D-Wave Quantum steht Anfang März 2026 vor einem widersprüchlichen Bild: Rekordumsatz im Gesamtjahr, eine strategisch bedeutsame Übernahme – und dennoch eine Aktie, die seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?
Im vierten Quartal 2025 verfehlte das Unternehmen die Erwartungen auf beiden Seiten: Der Umsatz lag mit 2,8 Millionen Dollar spürbar unter der Analystenprognose von rund 3,7 Millionen Dollar, der bereinigte Verlust je Aktie betrug 0,09 Dollar statt der erwarteten 0,06 Dollar. Zusätzlich gingen die Auftragseingänge im Quartal um 27 Prozent auf 13,4 Millionen Dollar zurück – ein Rückgang, der das Vertrauen einiger Anleger gedämpft hat.
Das Jahresbild fällt deutlich freundlicher aus. Der Gesamtumsatz 2025 kletterte auf 24,6 Millionen Dollar – ein Plus von 179 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge liegt bei beachtlichen 82,6 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
Starker Auftragseingang zum Jahresstart
Den Q4-Rückgang bei den Buchungen kontert das Management mit einem starken Jahresauftakt: Allein im Januar 2026 sollen Aufträge von über 30 Millionen Dollar eingegangen sein. Zum Stand 25. Februar lagen die Buchungen für das laufende erste Quartal bereits bei 32,8 Millionen Dollar – ein Wert, der deutlich über dem gesamten Vorquartal liegt.
Die Aktie bewegt sich heute zwischen 18,01 und 19,61 Dollar und notiert aktuell bei rund 18,49 Dollar. Damit liegt sie weit unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 46,75 Dollar. Im Februar verlor der Titel 11,5 Prozent – ein Kursrückgang, der auch durch ein überraschend hohes US-Erzeugerpreisindex-Ergebnis (PPI: +0,8 Prozent statt erwarteter +0,3 Prozent) und einen schwachen US-Arbeitsmarktbericht belastet wurde. Im vergangenen Monat gingen laut dem Bureau of Labor Statistics 92.000 Stellen verloren, Ökonomen hatten mit 50.000 gerechnet. Beide Daten schüren Sorgen, dass die US-Notenbank Fed Zinssenkungen weiter hinauszögert – ein ungünstiges Umfeld für wachstumsstarke, aber noch unprofitable Technologieunternehmen.
Übernahme und strategische Weichenstellungen
Ein zentrales Ereignis der jüngsten Vergangenheit ist der Abschluss der Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar – bestehend aus 300 Millionen Dollar in D-Wave-Aktien und 250 Millionen Dollar in bar. Quantum Circuits gilt als führender Entwickler fehlerkorrigierter Gate-Modell-Technologie. Die Dual-Rail-Qubits des übernommenen Unternehmens erkennen 90 Prozent der auftretenden Fehler und erzielen Gate-Fidelities von über 99,9 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
CEO Alan Baratz begründet den Schritt strategisch: Das Gate-Modell ermögliche es, den adressierbaren Gesamtmarkt faktisch zu verdoppeln. Die Kombination aus Annealing- und Gate-Modell-Systemen positioniert D-Wave als eines der wenigen Unternehmen mit einem kommerziell einsatzfähigen Quantencomputing-Portfolio – in einem Markt, der laut Prognosen von rund 4 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 72 Milliarden Dollar bis 2035 wachsen soll.
Parallel dazu gründete D-Wave eine eigene Geschäftseinheit für den US-Regierungsmarkt, geleitet von Jack Sears Jr., der über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrtsektor mitbringt.
Auf der Bilanzseite stehen zum Jahresende 2025 liquide Mittel und Wertpapiere von 884,5 Millionen Dollar – ein Anstieg um 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gestützt durch Warrantsausübungen über 63,7 Millionen Dollar im vierten Quartal. Die hohe Liquidität gibt dem Unternehmen ausreichend Spielraum für die Integration von Quantum Circuits und laufende Forschungsinvestitionen. Ob der starke Auftragseingang zu Jahresbeginn in entsprechende Umsätze mündet, wird sich spätestens am 20. Mai 2026 mit den nächsten Quartalszahlen zeigen.
D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

