Einen kräftigen Kursrückgang musste die Aktie von D-Wave Quantum hinnehmen. Minus 10,1 % stehen auf den Kurstafeln. Der Kurs fiel auf nur noch 15,25 Euro.

Damit hat die Aktie innerhalb der vergangenen fünf Handelstage bereits wieder ein Minus von 2,4 % verzeichnet. Noch deutlicher wird die schwache Verfassung mit Blick auf die zurückliegenden vier Wochen. In diesem Zeitraum ging es um 27,5 % abwärts. Die Aktie befindet sich damit klar im Abwärtstrend. Zur 100-Tage-Linie fehlen inzwischen 14,5 %.

Eine schwache Entwicklung!

Die entscheidende Frage wird sein, wie weit es für D-Wave Quantum nach diesen extremen Schwankungen noch nach unten gehen kann. Die Nachrichtenlage am heutigen Tag gibt darauf allerdings kaum eine Antwort.

Das Unternehmen selbst hatte sich vom bisherigen Börsenplatz verabschiedet und ist mit dem gestrigen Handelstag an die Nasdaq gewechselt. Die Aktie legte daraufhin massiv zu. Möglicherweise waren die Kursgewinne von nahezu 20 % aber auch der Anlass dafür, dass Anleger heute verstärkt Gewinne mitnahmen.

Es ist derzeit nicht ersichtlich, dass oder warum die Aktie auf Basis der aktuellen Nachrichtenlage zwingend hätte verlieren müssen. Vielmehr sind der gestrige Kursgewinn von rund 20 % und der heutige Kursverlust von gut 10 % Ausdruck dafür, dass D-Wave Quantum noch immer keinen stabilen Kurspfad gefunden hat.

Gestern wurde neben dem Wechsel an die Nasdaq auch bekannt, dass Argentinien den Einsatz von Quantencomputern gemeinsam mit D-Wave Quantum ausbauen möchte. Dabei handelt es sich derzeit allerdings noch nicht um ein Geschäft, das dem Unternehmen unmittelbar nennenswerte Einnahmen verschafft.

Für das laufende Jahr wird D-Wave Quantum weiterhin mit einem hohen Verlust von rund 132 Millionen US-Dollar rechnen müssen. Dem steht ein erwarteter Umsatz von knapp 43 Millionen US-Dollar gegenüber. Das verdeutlicht die wirtschaftlichen Herausforderungen des Unternehmens.

Die Kursschwankungen bleiben entsprechend erheblich. Genau das haben sowohl der gestrige Handelstag als auch der heutige Kursrückgang gezeigt. Für Trader dürften diese Bewegungen attraktiv sein. Langfristig orientierte Investoren hingegen werden es weiterhin schwer haben, den fairen Wert des Unternehmens einzuschätzen.