IonQ hat geliefert — und der gesamte Quantencomputing-Sektor zog mit. D-Wave Quantum stieg am 6. Mai auf bis zu 24,04 Dollar, nachdem die Aktie zuvor bei 21,54 Dollar geschlossen hatte. Der eigentliche Test folgt jedoch am 12. Mai.
Schwache Quartalszahlen erwartet — aber mit Kontext
Vor Marktöffnung am 12. Mai veröffentlicht D-Wave seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Wall Street rechnet mit rund 4,1 Millionen Dollar Umsatz und einem GAAP-Verlust von 0,10 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal standen noch 15 Millionen Dollar Umsatz und ein Verlust von nur rund 0,02 Dollar zu Buche.
Der Rückgang klingt drastisch, ist aber erklärungsbedürftig. D-Waves Geschäft mit großen Quantensystemen ist naturgemäß ungleichmäßig — einzelne Großaufträge können Quartalszahlen stark verzerren. Relevanter als der Umsatzausweis dürfte deshalb die Buchungsdynamik sein: Allein im Januar meldete das Unternehmen Buchungen von über 30 Millionen Dollar, bis Februar waren es für das erste Quartal bereits mehr als 32,8 Millionen Dollar.
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Analysten uneins über Bewertung
Selten klafft die Meinung so weit auseinander. 13 Wall-Street-Analysten vergeben laut TipRanks im Schnitt ein „Strong Buy“ mit einem Kursziel von 36,91 Dollar — rund 80 Prozent über dem aktuellen Kurs. Zacks hingegen stuft die Aktie als „Strong Sell“ ein und verweist auf mangelnde kurzfristige Visibilität sowie steigende Kosten.
Hinter diesem Widerspruch steckt eine echte Spannung: D-Wave weist eine GAAP-Bruttomarge von 83 Prozent aus und sitzt auf knapp 885 Millionen Dollar Cash. Profitabilität ist dennoch Jahre entfernt. Der Gesamtverlust 2025 belief sich auf rund 355 Millionen Dollar — fast 150 Prozent mehr als im Vorjahr, obwohl der Umsatz auf 24,6 Millionen Dollar und damit fast das Dreifache des Vorjahreswerts kletterte.
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Nvidia-Rückenwind und strategischer Ausblick
Einen zusätzlichen Schub erhielt die Aktie im April, als Nvidia neue KI-Modelle namens „Ising“ vorstellte. Diese Open-Source-Modelle sollen als eine Art Betriebssystem für Quantenrechner fungieren und laut Nvidia eine 2,5-mal schnellere Fehlerkorrektur bei dreifach höherer Genauigkeit ermöglichen. Für D-Wave, dessen Annealing-Architektur auf ähnliche Optimierungsprobleme zielt, ist das eine strategisch günstige Entwicklung.
Am 1. Juni folgt dann der erste Investor Day des Unternehmens an der New York Stock Exchange. Unter dem Motto „The D-Wave Difference“ will das Management Technologie-Roadmap, kommerzielle Fortschritte und den Weg zur Profitabilität skizzieren. Zwei Tage nach den Quartalszahlen nimmt D-Wave außerdem virtuell an der Needham Technology Conference teil.
Die Quartalszahlen am 12. Mai werden zeigen, ob die starken Buchungszahlen bereits in erkennbare Umsätze umgewandelt wurden — oder ob das Unternehmen seinen Investoren beim Investor Day zunächst Geduld abverlangen muss.
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