D-Wave Quantum Aktie: Neuste Analysteneinschätzungen

Mizuho Securities senkt Kursziele für D-Wave Quantum, IonQ und Rigetti. Trotz starken Umsatzwachstums und hoher Liquidität notiert die D-Wave-Aktie deutlich unter ihrem Jahreshoch.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursziele für drei Quantencomputing-Firmen gesenkt
  • D-Wave Umsatz 2025 um 179 Prozent gestiegen
  • Hohe Liquidität durch Kapitalerhöhungen erreicht
  • Analysten sehen weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial

Mizuho Securities hat heute die Kursziele für die drei größten börsennotierten Quantencomputing-Unternehmen gesenkt — und die Aktien reagierten prompt. D-Wave Quantum verlor rund 4 Prozent, ebenso wie IonQ und Rigetti Computing. Analyst Vijay Rakesh begründete die Anpassungen mit einer aktualisierten Sektorbewertung nach der GTC-Konferenz und jüngsten Branchenankündigungen.

Die Kursziel-Senkungen im Überblick

Rakesh kürzte sein Kursziel für D-Wave von 40 auf 31 US-Dollar, für Rigetti von 43 auf 33 Dollar und für IonQ von 80 auf 61 Dollar. Die Outperform-Einstufungen blieben bei allen drei Unternehmen unverändert. Mizuho sieht weiterhin mehr als 100 Prozent Aufwärtspotenzial und bewertet die Branche als frühe Wachstumsphase — die Kurszielkürzungen spiegeln also eher eine Neukalibrierung der Erwartungen wider als einen Vertrauensverlust.

Positiv wertet die Bank den Fortschritt bei NVQLink, einer Technologie, die Quantenfehlerkorrektur verbessert und hybride Rechenarchitekturen aus Quantenprozessoren, GPUs und CPUs ermöglicht. Den Wettlauf um mehr als 200 logische Qubits erwartet Mizuho für den Zeitraum 2027 bis 2029.

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Starkes Umsatzwachstum, wachsende Verluste

D-Wave steht vor einem charakteristischen Widerspruch: Der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 wuchs um 179 Prozent auf 24,6 Millionen US-Dollar bei einer Bruttomarge von 82,6 Prozent. Gleichzeitig weiteten sich die bereinigten EBITDA-Verluste auf 71,8 Millionen Dollar aus. Buchungen von 32,8 Millionen Dollar in den Monaten Januar und Februar 2026 deuten auf eine anziehende Nachfrage hin.

Die Liquiditätsposition ist bemerkenswert: D-Wave schloss das Jahr mit 884,5 Millionen Dollar in bar und handelbaren Wertpapieren — fast das Fünffache des Vorjahreswerts. Finanziert wurde das vor allem durch mehrere Kapitalerhöhungen, die über 800 Millionen Dollar einbrachten und die Aktionärsbasis um 67 Prozent verwässerten.

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Trotzdem notiert die Aktie bei 14,14 Dollar und damit rund 70 Prozent unter dem Jahreshoch von 46,75 Dollar. Die Bewertung von 215-mal Umsatz bleibt ein erhebliches Risiko — ebenso wie die Übernahme des D-Wave-Zulieferers SkyWater durch Konkurrent IonQ.

Breite Analystengemeinde bleibt optimistisch

Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel aller 13 Analysten, die die Aktie beobachten, liegt bei 37,40 Dollar. Kein einziger Analyst empfiehlt den Verkauf, die Gesamtbewertung lautet „Strong Buy“. Parallel zum Mizuho-Bericht startete D-Wave heute den Podcast „Quantum Matters“, moderiert von Vizepräsident Murray Thom, der Anwendungsfälle in Fertigung, Lieferketten und Luft- und Raumfahrt beleuchten soll.

Das makroökonomische Umfeld bleibt für spekulative Wachstumswerte belastend. Langfristig könnten staatliche Investitionsprogramme Rückenwind liefern: Großbritannien plant rund 2,7 Milliarden Dollar für Quantentechnologie über die nächsten vier Jahre, Kanada erwägt etwa eine Milliarde Dollar für verteidigungsbezogene Programme.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.