Heftige Bewegungen gab es teils am Freitag im Tech-Sektor. Ein Beispiel: D-Wave Quantum gehörte zum Wochenschluss zu den größten Verlierern unter den Quantencomputing-Werten. Die Aktie fiel um 13,59 % auf 20,41 Euro. Damit summiert sich das Minus auf Wochensicht auf beeindruckende oder bedrückende, je nach Position, 19,93 %, obwohl das Unternehmen zuletzt mehrere außergewöhnlich starke operative Kennzahlen vorgelegt hat.
Im Mittelpunkt der an sich wohl eher positiven Gesichtspunkte steht die Entwicklung der Festbuchungen. D-Wave erreichte im ersten Quartal Buchungen von 33,4 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der Wert lediglich 1,6 Millionen US-Dollar betragen. Das entspricht einem Anstieg von fast 2.000 %.
D-Wave Quantum: Ist die Aktie am Ende überhaput nicht mehr zu halten?
Zu den größten Abschlüssen zählte ein Auftrag der Florida Atlantic University über 20 Millionen US-Dollar für ein Advantage2-System. Hinzu kam eine zweijährige Lizenzvereinbarung mit einem Fortune-100-Unternehmen im Umfang von 10 Millionen US-Dollar. Das US-Handelsministerium hatte zudem mit D-Wave Quantum eine Absichtserklärung im Umfang von 100 Millionen Dollar vereinbart und unterschrieben. Dafür wolle sich die Behörde am Eigenkapital beteiligt sehen. Auch das ist an den Börsen zumindest zuletzt nicht mehr richtig goutiert worden.
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Ein wesentlicher Grund liegt in der Umsatzentwicklung. Die Erlöse des ersten Quartals gingen auf 2,9 Millionen US-Dollar zurück und lagen damit 81 % unter dem Vorjahreswert. Der Hintergrund liegt in der Bilanzierung komplexer Quantensysteme. Umsätze werden häufig erst nach Auslieferung und vollständiger Implementierung verbucht.
Dieser Gegensatz zwischen Auftragseingang und ausgewiesenem Umsatz belastet derzeit die Diskussion um D-Wave. Während die Nachfrage nach Quantenlösungen deutlich zunimmt, spiegelt sich dies noch nicht vollständig in den veröffentlichten Erlösen wider. Analysten sind dennoch zuversichtlich. Die enormen Schwankungen aber bleiben!
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