D-Wave Quantum Aktie: Signalverlust?

D-Wave Quantum verzeichnet starkes Umsatzwachstum, doch der Aktienkurs bleibt hinter der Markterholung zurück. Analysten sehen weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial.

D-Wave Quantum Aktie
Kurz & knapp:
  • Mizuho senkt Kursziel, behält Outperform-Rating
  • Umsatzwachstum von 179 Prozent im Geschäftsjahr 2025
  • Kurs notiert weit unter 52-Wochen-Hoch
  • Analystenkonsens weiterhin auf Strong Buy

60 Prozent Kursverlust in sechs Monaten — und das bei einem Umsatzwachstum von 179 Prozent. Dieser Widerspruch beschreibt die Lage bei D-Wave Quantum derzeit besser als jede Kurszusammenfassung. Während der breite Markt im April Fahrt aufnimmt, bleibt die Aktie des Quantencomputer-Spezialisten zurück.

Mizuho senkt Kursziel, bleibt aber optimistisch

Analyst Vijay Rakesh von Mizuho hat diese Woche die Kursziele für die drei börsennotierten Quantencomputer-Unternehmen gekappt. D-Waves Ziel fiel von 40 auf 31 Dollar, Rigettis von 43 auf 33 Dollar, IonQs von 80 auf 61 Dollar. Auslöser war eine aktualisierte Sektoreinschätzung nach der GTC-Konferenz und jüngsten Branchenankündigungen.

Das Outperform-Rating für alle drei Titel behielt Rakesh bei. Er sieht weiterhin mehr als 100 Prozent Aufwärtspotenzial und bezeichnet den Quantensektor als am Beginn einer Inflektionsphase. Für D-Wave hob er den sogenannten Dual-Platform-Ansatz hervor — die Kombination aus Annealing- und supraleitenden Systemen — als möglichen Wettbewerbsvorteil. Bis 2030 könnte D-Wave rund zehn Prozent Marktanteil erreichen, so Mizuhos Einschätzung.

Kurs bleibt hinter dem Markt zurück

Im März verlor die Aktie 23,2 Prozent — deutlich mehr als der S&P 500 mit minus 5,1 Prozent oder der Nasdaq mit minus 4,8 Prozent. Unternehmensspecifische Negativnachrichten gab es kaum; die Schwäche war vor allem auf den allgemeinen Risikoabbau infolge des Iran-Kriegs zurückzuführen.

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Seit einem Waffenstillstand und der zumindest vorübergehenden Wiedereröffnung der Straße von Hormus hat der Gesamtmarkt im April zugelegt — S&P 500 plus 3,8 Prozent, Nasdaq plus 4,9 Prozent. D-Wave notiert hingegen noch leicht im Minus. Aktuell wird die Aktie bei 14,57 Dollar gehandelt, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 46,75 Dollar.

Starkes Umsatzwachstum, wachsende Verluste

Die Fundamentaldaten liefern ein gemischtes Bild. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, die Bruttomarge lag bei 82,6 Prozent. Gleichzeitig weiteten sich die bereinigten EBITDA-Verluste auf 71,8 Millionen Dollar aus.

Auffällig ist die Umsatzstruktur: Von den 24,6 Millionen Dollar entfielen 16,2 Millionen auf Systemverkäufe — also Einmalgeschäfte. Die wiederkehrenden QCaaS-Abonnements, die an der Wall Street höher bewertet werden, steuerten lediglich 5,5 Millionen Dollar bei. D-Wave schloss das Jahr mit 884,5 Millionen Dollar in Kasse und handelbaren Wertpapieren ab, unter anderem nach der 250-Millionen-Dollar-Übernahme von Quantum Circuits.

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Zu den wesentlichen Risiken zählen eine Bewertung von 215 Mal Umsatz, eine Aktienverwässerung von 67 Prozent innerhalb eines Jahres sowie die Übernahme des D-Wave-Fertigungslieferanten SkyWater durch den Konkurrenten IonQ.

Analysten bleiben konstruktiv

Trotz der Kurszielkürzungen lautet der Konsens der 15 D-Wave-Analysten weiterhin „Strong Buy“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 32,53 Dollar — rund 130 Prozent über dem aktuellen Kurs. Das niedrigste Ziel beträgt 12 Dollar, das höchste 45 Dollar.

Ob die Lücke zwischen fundamentalem Wachstum und Kursentwicklung sich schließt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell D-Wave den Anteil wiederkehrender Einnahmen ausbauen kann — und ob die kommerzielle Nachfrage nach Quantenlösungen schneller anzieht als bislang erwartet.

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