D-Wave Quantum stand am Donnerstag an einer entscheidenden Schwelle. Dem Unternehmen gelang es tagsüber, die Marke von 20 Euro zu verteidigen. Diese Position dann büßte sie ein und kam mit dem Minus von -4,1 % schließlich auf einen Schlusskurs von nur noch weniger als 19,70 Euro!

Am Mittwoch schon war es um 6,6 % abwärts gegangen. Schon sah es wieder so aus, als würde hier die charttechnisch bedeutende Untergrenze zumindest angegriffen werden. Dies ist zunächst einmal abgewehrt worden, nur um dann am Donnerstag doch noch darunter zu fallen.

D-Wave Quantum: Das sieht schon schwächer aus

Die Aktie befindet sich weiterhin sowohl in einem technischen als auch in einem charttechnischen Aufwärtstrend. Die 100-Tage-Linie ist um ungefähr 2,50 Euro überwunden. Das sind über 10 % Vorsprung. Die Aktie ist also auch technisch betrachtet im Aufwärtstrend.

Die Notierungen profitieren vor allem davon, dass die US-Regierung unter Donald Trump die Quantentechnologie inzwischen als bedeutend ansieht. Sowohl mit Worten als auch mit wirtschaftlichen Mitteln wird das Unternehmen D-Wave Quantum unterstützt. Das Handelsministerium hatte kürzlich eine Absichtserklärung unterschrieben, wonach man sich mit einer Unterstützung von 100 Millionen Dollar an D-Wave Quantum daran beteiligt, dass die Quantentechnologie in den USA deutlich attraktiver wird. Damit wollte sich das Handelsministerium allerdings auch einen Anteil am Eigenkapital des Unternehmens sichern.

Die Börsen hatten dies letztlich mit einem Kursaufschlag belohnt. Die Aktie befindet sich immer noch in einem Aufwärtstrend. Dass Donald Trump sich vor Tagen positiv beziehungsweise erwartungsvoll über die Branche selbst äußerte, dürfte der Stimmung keinen Abbruch getan haben.

Daher stehen die Vorzeichen für D-Wave Quantum derzeit gerade nach dem deutlichen Verlust am Mittwoch und in der Nähe der 20-Euro-Marke nun dennoch weiterhin recht gut. Auch Analysten sehen dies offensichtlich so. Die Kursziele liegen deutlich über dem aktuellen Kursniveau.