Der Quantencomputer-Spezialist liefert Anlegern derzeit ein extremes Kontrastprogramm. Während schwache Quartalszahlen den Aktienkurs im Februar drückten, sorgen historische Rekordaufträge und eine Millionen-Übernahme für völlig neue Perspektiven. Zeigt die strategische Neuausrichtung des Unternehmens bereits messbare Wirkung?
Schwaches Quartal, starkes Gesamtjahr
Die Ende Februar vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal blieben hinter den Markterwartungen zurück. Mit einem Umsatz von 2,8 Millionen US-Dollar und einem bereinigten Verlust von 0,09 US-Dollar je Aktie verfehlte D-Wave die Prognosen der Analysten. Zudem schrumpften die Auftragseingänge im Schlussquartal im Vorjahresvergleich um 27 Prozent auf 13,4 Millionen US-Dollar.
Ein Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2025 relativiert diese Schwäche im Schlussquartal jedoch. Der Jahresumsatz kletterte um 179 Prozent auf 24,6 Millionen US-Dollar. Dabei hielt das Unternehmen eine Bruttomarge von starken 82,6 Prozent, auch wenn hohe Forschungs- und Entwicklungskosten weiterhin für rote Zahlen beim operativen Gewinn sorgen.
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Rekordaufträge und Übernahme
Die eigentliche Überraschung lieferte das Management mit dem Ausblick auf das laufende Jahr. Allein bis Ende Februar 2026 verzeichnete D-Wave verbindliche Kundenbestellungen in Höhe von über 32,8 Millionen US-Dollar und übertraf damit bereits die Werte des gesamten Vorjahres. Ein Systemkauf der Florida Atlantic University über 20 Millionen US-Dollar sowie ein Lizenzvertrag mit einem Fortune-100-Unternehmen über 10 Millionen US-Dollar stützen diese Entwicklung.
Parallel dazu baut D-Wave seine technologische Basis massiv aus. Im Januar kündigte das Unternehmen die Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen US-Dollar an. Durch die Kombination von D-Waves bestehender Annealing-Technologie mit den fehlerkorrigierten Gate-Modell-Systemen von Quantum Circuits positioniert sich der Konzern breiter. Das erste gemeinsame Dual-Rail-System soll noch 2026 verfügbar sein.
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Solides Fundament trotz Kursverlusten
An der Börse spiegelte sich der operative Fortschritt zuletzt kaum wider. Seit Jahresbeginn hat die D-Wave Aktie rund 27 Prozent an Wert verloren, was die aktuelle Marktkapitalisierung auf rund 6,9 Milliarden US-Dollar drückt. Neben den durchwachsenen Quartalszahlen belasteten unerwartet hohe US-Inflationsdaten im Februar die Stimmung im gesamten Tech-Sektor, da Marktbeobachter nun mit späteren Zinssenkungen durch die US-Notenbank rechnen.
Fundamental ist D-Wave für die weitere Expansion jedoch gut gerüstet. Das Unternehmen verfügte zum Jahreswechsel über liquide Mittel in Höhe von 884,5 Millionen US-Dollar. Zudem soll eine neu gegründete Geschäftseinheit gezielt Aufträge der US-Regierung sichern, wofür auch der Hauptsitz bis Ende 2026 von Kalifornien nach Florida verlegt wird.
Die strategische Neuausrichtung materialisiert sich bereits in konkreten Aufträgen und klaren Meilensteinen für die kommenden Monate. Im Laufe des Jahres 2026 plant D-Wave die Einführung eines Dual-Rail-Systems in seiner Cloud-Plattform Leap sowie erste Auslieferungen auf dem Weg zum künftigen Advantage3-System. Die prall gefüllte Auftragspipeline muss in den nächsten Quartalen nun beweisen, dass sie die operativen Verluste kontinuierlich ausgleichen kann.
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