D-Wave Quantum steckt in einem Dilemma: Das operative Geschäft wächst rasant, doch der Kurs hinkt weit hinter dem Markt her. Ein frischer Analystenkommentar und strukturelle Risiken auf der Lieferkettenseite machen die Lage nicht einfacher.
Mizuho senkt Ziel, bleibt aber optimistisch
Mizuho hat das Kursziel für D-Wave diese Woche von 40 auf 31 US-Dollar gesenkt — und hält dennoch an seiner Outperform-Einstufung fest. Analyst Vijay Rakesh begründet das mit einer Neubewertung des gesamten Quantensektors nach der GTC-Konferenz und jüngsten Branchenankündigungen. Trotz der Zielkorrektur sieht Mizuho noch mehr als 100 % Aufwärtspotenzial und bezeichnet die Technologie als frühe Inflektionsphase.
Besonders hervorgehoben wird D-Waves Doppelstrategie: Das Unternehmen kombiniert Annealing- und supraleitende Technologie — als einziger Anbieter weltweit, nach der 550-Millionen-Dollar-Übernahme von Quantum Circuits Inc. Mizuho traut D-Wave bis 2030 einen Marktanteil von rund 10 % zu.
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Makrodruck und ein strukturelles Risiko
Der Kurs hat 2026 bislang rund 45 % verloren. Im März allein brach die Aktie um 23,2 % ein — deutlich stärker als der S&P 500 (-5,1 %) oder der Nasdaq (-4,8 %). Als Treiber gilt vor allem die Unsicherheit rund um den Krieg im Iran, der Inflationssorgen schürte und Spekulationen über ausbleibende Zinssenkungen der Fed befeuerte. Wachstumswerte mit dünner Gewinnbasis reagieren auf solche Szenarien besonders empfindlich.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: IonQ hat SkyWater Technology übernommen — ausgerechnet den wichtigsten Fertigungspartner für D-Waves supraleitende Chips. IonQ hat zwar versichert, SkyWater weiterhin als offene Foundry zu betreiben, doch die Priorisierung der eigenen Roadmap dürfte unvermeidlich sein. D-Wave könnte dadurch unter Preisdruck geraten oder gezwungen sein, alternative Fertigungspartner zu suchen — mit potenziell höheren Kosten.
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Starkes Wachstum, schwierige Bewertung
Operativ liefert D-Wave beeindruckende Zahlen: Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 um 179 % auf 24,6 Millionen US-Dollar bei einer Bruttomarge von 82,6 %. Die Auftragsbücher für 2026 haben bereits jeden bisherigen Jahreswert übertroffen — die Sales-Pipeline liegt rund 1.500 % über dem Vorjahr. Zu den jüngsten Abschlüssen zählen ein 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf an die Florida Atlantic University und ein 10-Millionen-Dollar-QCaaS-Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern.
Die Bewertung bleibt das zentrale Streitthema. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 5,3 Milliarden US-Dollar wird die Aktie mit etwa dem 215-fachen des Jahresumsatzes gehandelt. Das Cashpolster von 884,5 Millionen US-Dollar sichert bei aktuellem Verbrauch rund acht bis zehn Jahre Betrieb — existenzielle Risiken sind damit vorerst vom Tisch. Die 15 Analysten, die D-Wave abdecken, vergeben im Konsens ein „Strong Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 32,53 US-Dollar. Die große Bandbreite der Einzelziele zeigt jedoch, wie unterschiedlich die Einschätzungen zum Zeitplan einer kommerziellen Skalierung ausfallen.
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