D-Wave Quantum: Extreme Gewinnsprünge!

Trotz Kursrückgang bleibt D-Wave im Aufwärtstrend. Eine Studie stellt die Überlegenheit von Quantencomputern infrage, während das Unternehmen auf politische Förderung setzt.

D-Wave Quantum Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Kurs legte im Monat um 47 Prozent zu
  • Studie hinterfragt Quantenvorteil bei Berechnungen
  • Unternehmen weist wissenschaftliche Kritik zurück
  • Fördergelder von 100 Millionen Dollar angekündigt

D-Wave Quantum verlor am Freitag 1,70 % und notiert am Wochenende bei 24,93 Euro. Damit folgt auf den Kurssprung vom Donnerstag zunächst eine Verschnaufpause. Am grundsätzlichen Bild ändert dies jedoch wenig. Innerhalb eines Monats legte die Aktie 47,70 % zu. Auf Sicht von drei Monaten steht ein Plus von 60,86 %. Seit Jahresbeginn beträgt der Kursgewinn noch immer 11,77 %. Kaum ein anderer Titel aus dem Quantencomputing-Sektor sorgt derzeit für vergleichbare Kursbewegungen.

Der Auslöser der jüngsten Diskussionen nach zuvor heftigen Kursgewinnen mit einem anschließenden doch deutlichen Kursrutsch kommt diesmal nicht aus einem Quartalsbericht oder einer Unternehmensmeldung, sondern aus der Wissenschaft. Forscher des Flatiron Institute und der Boston University veröffentlichten eine Studie, die zentrale Aussagen zur Leistungsfähigkeit von Quantenrechnern hinterfragt. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass bestimmte Berechnungen, die bislang als Paradebeispiele für die Überlegenheit von Quantencomputern galten, auch mit klassischen Verfahren und handelsüblicher Hardware durchgeführt werden können.

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D-Wave Quantum: Sie wehren sich!

Für D-Wave ist diese Debatte von besonderer Bedeutung. Das Unternehmen hatte seine Advantage2-Plattform als System vorgestellt, das bestimmte Probleme in Minuten lösen könne, für die klassische Rechner extrem lange Rechenzeiten benötigen würden. Das Management weist die Schlussfolgerungen der Studie zurück und argumentiert, dass die Simulationen nicht die volle Komplexität der getesteten Systeme abbildeten.

An der Börse richtet sich der Blick inzwischen auch auf die Bewertung. D-Wave bringt derzeit rund 10,9 Milliarden US Dollar auf die Waage. Gleichzeitig erwarten Analysten für 2026 lediglich 42,42 Millionen US Dollar Umsatz. Auch für die kommenden Jahre werden weiterhin Verluste prognostiziert. Die Bewertung basiert damit weniger auf aktuellen Geschäftszahlen als auf den Erwartungen an die zukünftige Verbreitung der Technologie.

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Unterstützung erhält die Investmentstory aktuell vor allem und mit größtem Einfluss durch politische und finanzielle Impulse. Das US-Handelsministerium stellt Fördermittel von 100 Millionen US Dollar für ein neues Forschungszentrum in Aussicht. Darüber hinaus erhielt eine Tochtergesellschaft weitere Fördergelder zur Fortsetzung eines Forschungsprojekts.

Genau das hat den Run ausgelöst. Und deshalb blieb die Aktie auch im extremen Aufwärtstrend!

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Diskussion zu D-Wave Quantum

Über Mirko Hennecke 2129 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.