Nach einem explosiven Anstieg auf über 22 Dollar Mitte April hat D-Wave Quantum deutlich nachgegeben. Der Kurs schloss am Freitag bei 18,62 Dollar — rund 15 Prozent unter dem Hochpunkt. Was folgt, entscheidet sich womöglich schon im Mai.
Nvidia-Effekt verpufft
Der Auslöser für die April-Rally war externer Natur. Nvidia kündigte die sogenannte Ising-Modell-Familie an — KI-Quantenmodelle zur Leistungssteigerung von Quantenprozessoren. D-Wave, IonQ und Rigetti zogen daraufhin kräftig an. Der World Quantum Day verstärkte die Euphorie zusätzlich.
Der Schwung hält nicht. QBTS kletterte von 12,98 Dollar Ende März auf über 22 Dollar, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Seither pendelt der Kurs zwischen 18 und 19 Dollar. Auf Sicht von sechs Monaten liegt das Minus bei rund 33 Prozent — trotz eines Jahresgewinns von 247 Prozent.
Insider-Verkauf ohne Signalwirkung
Mitte der Woche sorgte eine SEC-Meldung kurz für Aufmerksamkeit. Sophie C. Ames, Personalvorständin bei D-Wave, verkaufte am 20. April 3.070 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 21,35 Dollar. Der Erlös: gut 65.000 Dollar.
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Allerdings handelte es sich um einen automatischen Verkauf im Rahmen eines vorab festgelegten 10b5-1-Plans. Solche Pläne schließen diskretionäre Entscheidungen auf Basis von Insiderwissen aus. Nach der Transaktion hält Ames noch 643.678 Aktien — davon 639.179 als unvested Restricted Stock Units. Der Verkauf ist gemessen an ihrer Gesamtposition minimal.
Analysten bleiben bullish
Wall Street lässt sich von der Korrektur nicht beirren. Von 14 Analysten empfehlen 13 die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 36,83 Dollar — fast doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs.
Mizuho senkte das Ziel auf 31 Dollar von zuvor 40 Dollar, hält aber an der Outperform-Einstufung fest. Evercore ISI kürzte leicht auf 42 Dollar und bleibt ebenfalls optimistisch. Die Begründung: D-Wave ist durch die Übernahme von Quantum Circuits Inc. das einzige Unternehmen mit beiden Quantenplattformen — Annealing und Gate-Modell.
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Ein Risiko bleibt. IonQ hat SkyWater Technology übernommen — einen wichtigen Chip-Fertigungslieferanten für D-Wave. Das könnte die Lieferkette verteuern und strategisch unter Druck setzen.
Fundamentals: Starke Margen, rote Zahlen
Die Bruttomarge liegt über 80 Prozent. Trotzdem schreibt D-Wave tiefrote Zahlen: Gewinnmarge, Eigenkapitalrendite und freier Cashflow sind klar negativ. Im letzten Quartal verbrannte das Unternehmen rund 20 Millionen Dollar. Die Bilanz zum Jahresende 2025 wies 635 Millionen Dollar Cash aus — genug Puffer für mehrere Jahre.
Der Jahresumsatz liegt bei rund 24,6 Millionen Dollar. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist entsprechend hoch. Die Marktkapitalisierung beträgt 7,1 Milliarden Dollar, der Beta-Wert 1,78 — die Aktie bleibt ein volatiles Papier.
Q1-Zahlen als nächster Prüfstein
Im Mai legt D-Wave die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Der Markt will wissen, ob das starke Buchungstempo aus dem Jahresanfang anhält und ob sich das in messbarem Umsatzwachstum niederschlägt. Die Aktie hat die Rally bereits teilweise vorweggenommen — die Zahlen müssen liefern.
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