Daimler Truck Aktie: Nordamerika-Schwäche trifft

Daimler Truck verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Absatzrückgang, vor allem in Nordamerika. Das Sparprogramm Cost Down Europe soll die Kosten senken.

Daimler Truck Aktie
Kurz & knapp:
  • Weltweiter Absatz um neun Prozent gesunken
  • Starker Einbruch von 25 Prozent in Nordamerika
  • Sparprogramm zur Kostensenkung in Europa läuft
  • Vollständige Quartalszahlen folgen Anfang Mai

Absatz ums Absatz ins Minus

Das erste Quartal 2026 war für Daimler Truck kein Ruhmesblatt. Weltweit verkaufte der Nutzfahrzeughersteller 68.849 Fahrzeuge — neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Hauptschuldige steht fest: Nordamerika.

Die US-Tochter verzeichnete den stärksten Rückgang im Konzern. Mit 29.432 abgesetzten Fahrzeugen brach der Absatz um 25 Prozent ein. Speditionen halten sich beim Kauf neuer Lkw zurück, weil die Zölle von 25 Prozent, die seit November 2025 gelten, das künftige Transportvolumen schwer kalkulierbar machen. Finanzchefin Eva Scherer hatte bereits im März gewarnt, dass die Belastung durch US-Zölle in diesem Jahr spürbar höher ausfallen wird.

Etwas Licht im Schatten: Das Mercedes-Benz Trucks-Geschäft legte um 13 Prozent auf 34.486 Fahrzeuge zu. Das federt den Konzernrückgang zumindest teilweise ab. Anders sieht es beim Busgeschäft aus — dort schrumpfte der Absatz von Januar bis März um ein Fünftel auf 4.972 Fahrzeuge.

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Belastet seit 2025

Das schwache Quartal reiht sich in eine längere Talfahrt ein. Im Gesamtjahr 2025 war der Gewinn um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro eingebrochen, der Umsatz sank um neun Prozent auf rund 49,5 Milliarden Euro. Zusammen mit dem Absatzrückgang von acht Prozent auf 422.510 Fahrzeuge zeigt sich: Die Erholung lässt auf sich warten.

Als Antwort auf den Druck läuft das Sparprogramm „Cost Down Europe“, das bis 2030 die laufenden Kosten in Europa um mehr als eine Milliarde Euro senken soll. In Deutschland sind rund 5.000 Stellen betroffen, vor allem bei der Marke Mercedes-Benz. Auch in Nordamerika sollen die Ausgaben sinken.

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Aktionärsprogramm läuft parallel

Unabhängig vom operativen Gegenwind meldete das Unternehmen heute auch eine Routinetransaktion: Im Rahmen der Belegschaftsaktienprogramme für Mitarbeiter in Deutschland und Spanien wurden in der ersten Aprilwoche insgesamt 515.550 Aktien erworben — zu Durchschnittspreisen zwischen 42,01 und 42,55 Euro je Aktie, ausschließlich über Xetra.

Die vollständigen Quartalszahlen folgen am 6. Mai. Dann dürfte Daimler Truck mehr Details zu Margen, Ausblick und dem Fortschritt des Sparprogramms liefern — ein Termin, den Anleger im Blick behalten sollten.

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