Nordamerika zieht die Gesamtbilanz nach unten, Europa und die Elektro-Sparte legen zu — das erste Quartal 2026 liefert bei Daimler Truck ein gespaltenes Bild. Die entscheidenden Fragen zur Jahrsprognose beantwortet der Konzern erst am 6. Mai.
Nordamerika belastet, Mercedes-Benz Trucks punktet
Insgesamt verkaufte Daimler Truck im ersten Quartal 68.849 Fahrzeuge — rund neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Haupttreiber des Rückgangs liegt klar in Nordamerika: Daimler Truck North America setzte nur 29.432 Fahrzeuge ab, ein Minus von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Flottenbetreiber halten sich bei Neuanschaffungen zurück — ausgelöst durch anhaltende Schwäche im Frachtmarkt und die Unsicherheit rund um die US-Handelspolitik. CFO Eva Scherer hatte bereits im März gewarnt, dass die 25-prozentigen US-Zölle das Jahr 2026 stärker belasten werden als ursprünglich erwartet.
Gegenpol dazu ist das Segment Mercedes-Benz Trucks: 34.486 Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Europa federt damit einen erheblichen Teil des nordamerikanischen Einbruchs ab.
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Elektro-Absatz wächst um 26 Prozent
Besonders auffällig ist die Entwicklung im Elektrosegment. Batterieelektrische Lkw und Busse erreichten 742 Einheiten — ein Zuwachs von 26 Prozent gegenüber den 590 Einheiten aus Q1 2025. Parallel startete Mercedes-Benz Trucks im April den Verkauf des eArocs 400, der das Elektro-Portfolio erstmals auf das Bausegment ausweitet. Das Fahrzeug hatte seine Weltpremiere auf der bauma in München gefeiert.
Ein weiteres Signal aus Nordamerika: Die Bestelleingänge sprangen in Februar und März jeweils um mehr als 100 Prozent im Jahresvergleich. Ob sich dieser Auftragsschub zeitnah in Auslieferungen übersetzt, werden die vollständigen Quartalszahlen am 6. Mai zeigen.
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Jahresziele und nächster Auftritt in Toronto
Vom 16. bis 18. April präsentiert Daimler Truck North America auf der Truck World in Toronto sein aktuelles Lineup aus Freightliner- und Western-Star-Trucks sowie Detroit-Antriebstechnologien — Kanadas größte Nutzfahrzeugmesse mit rund 15.000 Fachbesuchern.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Konzern an seiner Prognose fest: Umsatz zwischen 42 und 46 Milliarden Euro, Ergebnismarge zwischen 6 und 8 Prozent. Im Vorjahr lagen beide Werte mit 45,9 Milliarden Euro und 7,8 Prozent Marge noch komfortabel im oberen Bereich dieser Spanne. Ob das Elektrowachstum und die anziehenden Bestellungen in Nordamerika ausreichen, um die Jahresziele zu verteidigen, klärt sich mit den vollständigen Zahlen am 6. Mai.
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