Gleich drei Entwicklungen auf einmal: Daimler Truck startet heute das Aktienrückkaufprogramm, CEO Karin Radström und Vorstandsmitglied John O’Leary haben jüngst Aktien gekauft — und aus Nordamerika kommen operative Signale, die Aufmerksamkeit verdienen.
Rückkauf und Insiderkäufe im Gleichklang
Das auf der Hauptversammlung im Mai 2025 genehmigte Rückkaufprogramm läuft ab heute. In einer ersten Tranche will das Unternehmen innerhalb von vier bis sechs Monaten Aktien im Wert von bis zu 400 Millionen Euro erwerben — Teil eines Gesamtprogramms von bis zu 2 Milliarden Euro bis März 2028.
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Parallel dazu wurden Insiderkäufe vom 13. März gemeldet. Radström erwarb Aktien für knapp 197.000 Euro, O’Leary für rund 81.000 Euro — beide zu je 43,18 Euro im Rahmen eines Phantom Share Plans. Solche Käufe sind zwar kein verlässliches Kurssignal, zeigen aber, dass das Management auf dem aktuellen Niveau investiert bleibt.
Nordamerika: Zölle als Produktionsbooster
Interessant ist die Meldung aus Detroit: Die Komponentensparte plant eine dritte Produktionsschicht und stellt entlassene Mitarbeiter wieder ein. Laut der Gewerkschaft UAW ist der Auslöser die Einführung neuer Zölle auf Lkw-Importe — eine Entwicklung, die Daimler Truck in Nordamerika kurzfristig begünstigt.
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Das passt zum Bild, das das Unternehmen für 2026 zeichnet: Absatz zwischen 330.000 und 360.000 Einheiten (nach 315.000 im Vorjahr), bereinigtes EBIT zwischen 3,2 und 3,7 Milliarden Euro. Das Effizienzprogramm „Cost Down Europe“ soll nach über 100 Millionen Euro Einsparungen 2025 in diesem Jahr mindestens 250 Millionen Euro beitragen. Allerdings rechnet das Unternehmen auch damit, dass US-Zölle 2026 deutlich stärker belasten werden als die rund 250 Millionen Euro aus dem Vorjahr — ein Gegenwind, der die operative Verbesserung teilweise aufzehren könnte.
Die Aktie notiert rund 9 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn gut 13 Prozent zugelegt. Ob das Rückkaufprogramm in den kommenden Monaten zusätzliche Unterstützung liefert, hängt wesentlich davon ab, wie stark die Zollbelastung tatsächlich ausfällt.
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