Der Lkw-Hersteller hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet. Vor allem die Erholung im Nordamerika-Geschäft sorgt für Rückenwind, nachdem der US-Markt im Vorjahr ungewöhnlich schwach war. Die Jahresprognose bleibt unverändert.
Marge übertrifft die Erwartungen
Die bereinigte operative Marge im Industriegeschäft stieg auf 9,1 Prozent, nach 6,2 Prozent im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Konsens mit 9,0 Prozent gerechnet. Der Abstand ist klein, die Richtung aber eindeutig.
Der Umsatz im Industriegeschäft legte um 20 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zu. Konzernweit, also inklusive Finanzdienstleistungen, lag er bei 12,6 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um fast drei Viertel auf 1,12 Milliarden Euro.
Der Gewinn je Aktie erreichte 0,91 Euro. Der Konzerngewinn belief sich auf 689 Millionen Euro, nach 434 Millionen im Vorjahr.
Aufträge wachsen langsamer
Beim Absatz stieg die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 26 Prozent auf 91.260. Der Auftragseingang legte um 10 Prozent auf 71.168 Fahrzeuge zu. Das ist ein Plus, bleibt aber hinter der Dynamik des ersten Halbjahres zurück.
Konzernchefin Karin Radström sieht das Geschäft dennoch auf Kurs: Die Ergebnisse zeigten, dass es weiter an Dynamik gewinne. Der verlangsamte Bestellzuwachs ist der einzige Wermutstropfen in einem sonst soliden Zahlenwerk.
Prognose bleibt bestehen
Für 2026 rechnet Daimler Truck weiterhin mit einer bereinigten Umsatzrendite im Industriegeschäft von 7 bis 9 Prozent. Der Segmentumsatz soll zwischen 43 und 47 Milliarden Euro liegen. Das bereinigte Konzern-EBIT soll sich in einer Spanne von 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro bewegen.
Mit 9,1 Prozent liegt die Quartalsmarge bereits am oberen Rand der Jahresspanne. Eine Anhebung der Prognose hat das Unternehmen allerdings nicht angekündigt.
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