Die Aktie des Geothermie-Spezialisten Daldrup & Söhne gibt am Mittwoch fast acht Prozent nach – ausgerechnet an dem Tag, an dem die Quirin Privatbank ihre Kaufempfehlung bestätigt. Der aktuelle Kurs von 21,00 Euro liegt rund 31 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 30,50 Euro. Die Verunsicherung der Anleger hat allerdings wenig mit der operativen Entwicklung zu tun.
Kursziel bestätigt, Auftragsbestand vervierfacht
Analyst Ralf Marinoni von der Quirin Privatbank hebt in seinem aktuellen Research-Update hervor, dass Daldrup & Söhne die vorläufigen Jahreszahlen 2025 final bestätigt hat. Entscheidend: Der Auftragsbestand hat sich per Ende März auf rund 120 Millionen Euro vervierfacht. Angesichts dieser stabilen Basis belässt die Bank das Kursziel unverändert bei 28,80 Euro – das entspricht einem Aufschlag von über 37 Prozent zum aktuellen Niveau.
Charttechnik zeigt Stabilisierung
Nach den Mehrjahreshochs im Februar folgte eine deutliche Korrektur. Die Verkaufsdynamik lässt aber spürbar nach. Der RSI liegt mit 48,7 im neutralen Bereich, die Aktie notiert knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 23,83 Euro. Marktbeobachter werten die technische Bereinigung als gesunde Basis für einen neuen Aufwärtstrend. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 18,66 Euro fungiert als langfristige Unterstützung.
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Regulatorische Impulse treiben Nachfrage
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt das Management eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro an, die operative Marge soll zwischen 11,5 und 13,5 Prozent liegen. Das Geothermie-Beschleunigungsgesetz und neue KfW-Förderprogramme sichern Bohrungen zunehmend ab und sorgen für kontinuierlich hohe Nachfrage.
Am 3. August findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Dann liefert das Management Details zur mittelfristigen Strategie und zum Fortschritt der Großprojekte, unter anderem in der Region München. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Auftragsboom die angekündigten Margenziele erreicht.
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