Das Marktumfeld für Spezialbohrungen und Tiefengeothermie ist von einer anhaltend hohen Nachfrage geprägt. Bei Daldrup & Söhne kletterte das bewertete Marktvolumen Ende August 2026 auf rund 371 Millionen Euro. Im August 2025 hatte die Kennziffer noch bei 325 Millionen Euro gelegen. Diese wachsende Projektpipeline bildet das Fundament für die operative Entwicklung über das laufende Jahr hinaus.
Hohe Auslastung und anstehende Tiefenbohrungen
Der Auftragsbestand belief sich Ende August 2026 auf rund 132 Millionen Euro nach 140 Millionen Euro im Vorjahresmonat. Damit sieht das Unternehmen die Auslastung der Kapazitäten bis weit in das Jahr 2027 gesichert.
Um künftige Projekte zügig abzuwickeln, erweiterte der Konzern seinen Maschinenpark. Der Zukauf von fünf gebrauchten Bohranlagen dient dem gezielten Ausbau der operativen Schlagkraft.
Ein konkretes Vorhaben steht kurz vor der praktischen Umsetzung. Für die AFK-Geothermie übernimmt Daldrup & Söhne zwei Tiefengeothermiebohrungen in Aschheim mit Bohrtiefen von bis zu 3.700 Metern. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 16 bis 18 Millionen Euro. Der Beginn der Bohrarbeiten ist für November 2026 terminiert.
Solide Bilanz und stabile Rahmenbedingungen
Die Realisierung anstehender Großprojekte baut auf einer stabilen Bilanzstruktur auf. Zum 30. Juni 2026 betrug die Eigenkapitalquote 65,3 Prozent und lag damit exakt auf dem Niveau vom 31. Dezember 2025.
Vor rund einem Monat legte das Unternehmen die Halbjahreszahlen für 2026 vor (seither -0,9 %). Die Gesamtleistung stieg im ersten Halbjahr auf 32,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte zeitgleich 3,43 Millionen Euro.
Prognose und Ausblick bis 2027
Ebenfalls vor rund einem Monat bestätigte der Vorstand die Jahresprognose für 2026 (seither +2,2 %). Erwartet wird eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent.
Für das Erreichen dieser Ziele kommt es auf einen reibungslosen Verlauf der anstehenden Bohrprogramme an. Die planmäßige Abwicklung des Projekts in Aschheim bildet hierbei einen wichtigen Meilenstein für die zweite Jahreshälfte.
Am Kapitalmarkt wird diese Ausgangslage bei einer Marktkapitalisierung von 133,50 Millionen Euro bewertet. Der Aktienkurs steht bei 23,20 Euro. Der hohe Auftragsbestand verschafft dem Bohrdienstleister Planungssicherheit für die kommenden Quartale.
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