Der Geothermie-Spezialist Daldrup, Soehne hat auf seinem Kapitalmarkttag die strategischen Weichen gestellt. Im Fokus steht ein konkretes Projekt: die Bohrung in Pullach. Sie soll im dritten Quartal 2026 starten und ab dem kommenden Jahr das operative Geschäft maßgeblich beflügeln.

Das Management gibt sich ambitioniert, bleibt aber im Zahlenwerk bodenständig. Für 2026 stellt Daldrup eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro in Aussicht. Zum Vergleich: 2025 waren es 51,1 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll zwischen 11,5 und 13,5 Prozent liegen – nach 17,2 Prozent im Vorjahr.

Wachstumsstory mit langem Atem

Die aktuelle Prognose bezeichnet die Unternehmensführung als konservativ. Mittelfristig peilt Daldrup eine Steigerung der Gesamtleistung auf bis zu 75 Millionen Euro an. Die ambitionierte Zielmarke für 2030: die Hundert-Millionen-Euro-Schwelle.

Der Kurs notiert am Freitag bei 21,70 Euro und damit rund fünf Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 22,95 Euro. Der RSI von 48,4 signalisiert eine neutrale Verfassung – weder überkauft noch überverkauft.

Das 52-Wochen-Hoch von 30,50 Euro aus dem Februar liegt rund 29 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die hohe annualisierte Volatilität von knapp 62 Prozent zeigt: Die Aktie bleibt ein Nervenspiel.

Für die Anleger entscheidet sich die Richtung nun an einer zentralen Stellschraube. Der operative Fortschritt bei den Geothermie-Bohrungen in Pullach wird zeigen, ob das Unternehmen den Sprung auf die nächste Umsatzstufe schafft.