Die Aktionäre von Daldrup & Söhne können sich über eine höhere Ausschüttung freuen. Wie das Unternehmen mitteilte, hat die Hauptversammlung am Donnerstag den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat gebilligt, eine Dividende von 0,18 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 zu zahlen. Dies entspricht einer Anhebung um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem noch 0,15 Euro ausgeschüttet worden waren.

Die am gestrigen Freitag offiziell bestätigte Entscheidung folgt auf eine Woche, in der das Unternehmen zudem robuste Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt hat.

Starke Wachstumsraten im ersten Halbjahr

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte der Spezialist für Geothermie-Bohrungen seine operative Schlagkraft deutlich steigern. Die Konzern-Gesamtleistung kletterte laut Unternehmensangaben um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch 20,7 Millionen Euro zu Buche gestanden hatten.

Parallel zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit verbesserte sich auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) signifikant. Es stieg um 30,6 Prozent auf 3,46 Millionen Euro, verglichen mit 2,65 Millionen Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Diese Entwicklung unterstreicht die Fähigkeit des Konzerns, das gestiegene Auftragsvolumen effizient abzuarbeiten und trotz wachsender Projektgrößen die Profitabilität zu steigern.

Auftragsbestand sichert Auslastung bis 2027

Obwohl der Auftragsbestand per Ende August 2026 mit 132 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 140 Millionen Euro lag, zeigt sich das Management für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt: Daldrup & Söhne erwartet weiterhin eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent.

Wesentliche Impulse für die kommenden Quartale kommen aus neuen Großprojekten. So sicherte sich das Unternehmen bereits im Juli einen Auftrag der AFK Geothermie GmbH für zwei Tiefengeothermie-Bohrungen in Aschheim.

Das Projekt hat ein Volumen von 16 bis 18 Millionen Euro und sieht Bohrtiefen von etwa 3.700 Metern vor. Während die ersten Arbeiten für Ende 2026 geplant sind, soll das Vorhaben bis Mitte 2027 abgeschlossen werden, was dem Konzern eine planbare Grundauslastung über das aktuelle Geschäftsjahr hinaus garantiert.

An der Börse beendete die Aktie den Handel am Freitag bei einem Schlusskurs von 22,40 Euro. Damit notiert das Papier aktuell rund 1,0 Prozent unter seinem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage.

Mit Blick auf die bisherige Jahresperformance bleibt die Bilanz für Anleger jedoch positiv: Seit Beginn des Kalenderjahres hat der Wert um 16 Prozent zugelegt. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich derzeit auf rund 128,11 Millionen Euro.