Der Geothermie- und Bohrspezialist Daldrup & Söhne hat seinen Geschäftsbericht vorgelegt. Die Reaktion der Anleger fällt verhalten aus. Der Aktienkurs gibt nach, obwohl die Auftragsbücher prall gefüllt sind.

Das Problem liegt in der Prognose für 2026. Das Unternehmen plant eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro – immerhin ein Plus gegenüber den 51,1 Millionen Euro aus dem Vorjahr. Gleichzeitig fällt die Gewinnprognose vorsichtig aus: Die EBIT-Marge soll zwischen 11,5 und 13,5 Prozent liegen.

Ein deutlicher Rückgang.

Im vergangenen Jahr erreichte Daldrup noch eine Marge von 17,2 Prozent. Das Management fährt konservativ, will keine zu hohen Erwartungen schüren. Der Auftragsbestand liegt bei stolzen 120 Millionen Euro. Das sichert die Auslastung für Monate.

Marktreaktion und Ausblick

Die Aktie notiert aktuell bei 20,80 Euro – ein kleines Plus von 0,48 Prozent zum Vortag. Über längere Sicht zeigt sich der Kurs jedoch schwach. Er liegt 11,92 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 23,61 Euro. Auch der 100-Tage-Durchschnitt bleibt unerreicht. Immerhin: Zum 200-Tage-Mittelwert von 18,88 Euro hält die Aktie einen Puffer von 10,20 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 30,50 Euro ist der Titel weit entfernt. Minus 31,80 Prozent. Der RSI von 38 signalisiert: Die Aktie ist bereits etwas überverkauft.

Die Marktkapitalisierung beträgt rund 125 Millionen Euro. Das prognostizierte KGV für 2026 liegt bei 18,6 – eine ambitionierte, aber begründbare Bewertung.

Am 18. Juni findet der Kapitalmarkttag statt. Dann will das Management die Strategie erläutern. Anleger erhoffen sich genauere Details zur Auftragsumsetzung und zur Zielerreichung. Bis dahin bleibt die Skepsis spürbar.