Danaher hat an der Börse das Steuer herumgerissen. Nach einer Phase hoher Volatilität kletterte das Papier am Mittwoch auf 175,60 Euro. Damit überwand die Aktie ihren 200-Tage-Durchschnitt von 175,50 Euro — ein wichtiger technischer Richtungsweiser für viele Marktteilnehmer.

Schnelle Erholung nach Quartalszahlen

Der Anstieg markiert den vorläufigen Höhepunkt einer steilen Aufholjagd. Innerhalb von nur sieben Tagen legte der Titel um knapp zwölf Prozent zu. Damit distanzierte sich der Kurs deutlich von seinem Jahrestief bei rund 137 Euro, das im Mai markiert worden war.

Den Rückenwind lieferten starke operative Ergebnisse. Danaher steigerte den Umsatz auf 6,3 Milliarden Dollar, was einem Plus von 5,5 Prozent entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,94 Dollar spürbar über den Erwartungen der Analysten.

Angehobene Prognose und Masimo-Integration

Das Management blickt nun optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie stieg auf 8,45 bis 8,60 Dollar. Zuvor lag das obere Ende des Zielbands noch bei 8,55 Dollar.

Ein Grund für die Zuversicht ist die beschleunigte Übernahme der Masimo Corporation. Die Integration der Spezialdiagnostik und Patientenüberwachung verlief schneller als geplant. Danaher rechnet dadurch bis zum Jahresende mit einem organischen Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.

Dividende und technischer Ausblick

Parallel zur operativen Entwicklung fließt Kapital an die Eigner zurück. Danaher zahlt in dieser Woche die reguläre Quartalsdividende aus. Die Ausschüttung beträgt 0,40 Dollar je Anteilsschein.

Technisch gesehen hellt sich das Bild weiter auf. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 57,5 bleibt Spielraum für weitere Zuwächse, ohne dass der Wert als überkauft gilt. Die Aktie hat sich mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie von der Schwächephase des ersten Halbjahres befreit.