Der US-Gastronomiekonzern Darden Restaurants hat seine Bilanz für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt. Das Unternehmen verzeichnete zwar ein Umsatzplus, blieb bei den Erlösen jedoch knapp hinter den Markterwartungen zurück. Die Aktie ging am vergangenen Freitag bei 178,00 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht ergibt sich damit seit Jahresanfang ein Kursplus von 12 Prozent.
Gemischte Dynamik bei den Restaurantmarken
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 steigerte Darden den Umsatz um 5,1 Prozent auf 3,2 Milliarden $. Wie Reuters berichtete, verfehlte das Unternehmen mit den gemeldeten 3,20 Milliarden $ die Konsensschätzung der Analysten von 3,21 Milliarden $ knapp. Auf vergleichbarer Kalenderbasis stiegen die Restaurantverkäufe über alle Marken hinweg um 3,1 Prozent.
Das Wachstum verlief innerhalb des Portfolios allerdings ungleichmäßig. Bei der Kette Olive Garden legten die flächenbereinigten Erlöse lediglich um 1,1 Prozent zu. Laut Medienberichten dämpfte ein Ausbruch von Cyclospora-Infektionen die Sommermonate der italienischen Restaurantkette.
Laut Reuters sorgten insbesondere die schwächere Wachstumsrate von Olive Garden sowie das Ausbleiben einer Prognoseanhebung für Verkaufsdruck im Anschluss an die Zahlenvorlage.
Kapitalrückflüsse und stabiler Ausblick
Darden hält ungeachtet der Zurückhaltung an den Zielen fest. Der Konzern bekräftigte seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027. Zudem beschloss das Management eine Quartalsdividende von 1,62 $ je Aktie. Parallel dazu setzte das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm fort und erwarb im ersten Quartal eigene Anteile im Wert von 222,3 Millionen $.
Mit dem jüngsten Kursniveau notiert das Papier 9,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das im August markiert worden war. Die solide Kapitalausstattung erlaubt es dem Konzern weiterhin, Dividenden und Rückkäufe miteinander zu kombinieren.
Analysten heben Kursziele an
Trotz der verhaltenen Marktreaktion passten mehrere Analysehäuser ihre Bewertungen nach oben an. Am 25. September hob das Institut Mizuho sein Kursziel von 235 $ auf 245 $ an und behielt die Einstufung „Outperform“ bei.
Analyst Nick Setyan verwies auf zusätzliches Potenzial im weiteren Jahresverlauf. Als stützende Faktoren nannte er eine abkühlende Inflation sowie eine anhaltende Umsatzdynamik bei der Steakhouse-Kette LongHorn und anderen Unternehmenssegmenten.
Ebenfalls am 25. September reagierte Freedom Capital Markets. Das Haus bekräftigte seine Kaufempfehlung („Buy“) und schraubte den Zielwert von 255 $ auf 260 $ nach oben. Die Experten trauen der Restaurantgruppe demnach zu, die vorübergehenden Bremsspuren bei Olive Garden operativ auszugleichen.
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