DAX versuchte wieder erfolglos die 13000 zu etablieren: Marktbericht zum Monatsabschluss

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DAX versuchte wieder erfolglos die 13000 zu etablieren: Marktbericht zum Monatsabschluss und der Überleitung zum September.

Erneut wurde die DAX-Erholung abverkauft

Ähnlich wie am Vortag startete auch heute der DAX recht stabil und konnte in der Vorbörse bereits die 13.050 ansteuern. Das Level kennen wir aus der Vergangenheit und hatten damit ein neues potenzielles Gap zum Vortag von diesmal sogar 90 Punkten vorliegen.

Doch die Bewegung mündete gleich nach dem Xetra-Start und kehrte sich langsam um. Mit dem Unterschreiten der psychologischen 13.000 war vielen Marktteilnehmern klar, dass wir keinen Anschluss des Momentums vom Dienstag sehen werden. Sehr zügig wurde das neue Gap geschlossen und der Kurs fiel unter das Nachttief. Eine erste Stabilisierung setzte um 12.900 Punkte ein, fiel aber dann mit den Daten zur EU-Inflation um 11.00 Uhr.

Über die Mittagszeit versuchte der Markt dann ein neues Tief auszubilden. Es gelang parallel zur Meldung der Bundesregierung, ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 40 Milliarden Euro bereitzustellen. Der DAX erholte sich bis zum Vortagesschluss und sogar wenige Punkte darüber, erreichte die 13.000 aber nicht mehr.

Im Zuge weitere Abgaben in den USA fiel erneut die 12.900 und damit auch die morgendliche erste kleine Unterstützung zum zweiten Mal. Es blieb bei einem Minus per Schlusskurs von einem Prozent und beinahe dem erneuten Anlaufen des Tagestiefs.

Damit schloss sich die Bewegung nahezu nahtlos an die Abgaben vom Dienstag an, wie folgendes Bild des Wochenverlaufs deutlich aufzeigt:

20220831 DAX Xetra Wochenverlauf
20220831 DAX Xetra Wochenverlauf

Wir notieren nun wieder näher an den Wochentiefs als an den Wochenhochs und hätten darunter tatsächlich die Gefahr vor Augen, die Jahrestiefs aus Juni erneut anzulaufen.

So skizziert sich das Big Picture nach dem Handelsschluss Xetra:

20220831 DAX Xetra Augustverlauf
20220831 DAX Xetra Augustverlauf

Am Abend erholten sich die Kurse an der Wall Street bis zum Redaktionsschluss nicht.

Damit geht der August mit einem deutlichen Minus aus dem Handel und wirft einen roten Schatten auf den September, der statistisch betrachtet der schwächste Börsenmonat ist und morgen startet:

2022-08-31 Monatsperformance DAX
2022-08-31 Monatsperformance DAX

Wie gestaltete sich das Bild bei den einzelnen Aktien im Index?

Versicherungen im DAX gesucht

Seitens der Quartalszahlen gab es heute keine neuen Impulse zu vermelden. Der Aktienmarkt konzentrierte sich vielmehr auf die ökonomischen Fakten und dabei vor allem auf die Verbraucherpreise aus Europa am Vormittag und die Arbeitsmarktdaten aus den USA am Nachmittag.

Es dürfte klar sein, dass weitere Zinsanhebungen anstehen. Von daher profitierten heute die Versicherer im DAX, wie eine Münchner Rück und die Hannover Rück. Auch Bayer legte zu, was jedoch eher als technische Gegenbewegung auf die Verluste der letzten Tage zu interpretieren ist.

Nach drei starken Tagen gab es dann heute bei der Porsche Holding Gewinnmitnahmen. Sie hielten sich jedoch im Verhältnis zum Anstieg in Grenzen. Weitere Verlierer waren die HelloFresh und der Konsumgüterhersteller Henkel.

Die Volatilität nahm trotz der kurzen Richtungswechsel heute wieder etwas ab. Nachdem wir gestern 270 Punkte zwischen dem Hoch- und dem Tiefpunkt gesehen hatten, waren es heute nur noch 200 Punkte.

Folgende Zusammenfassung des Handelstage sehen Sie im Schaubild der Börse Frankfurt an dieser Stelle:

2022-08-31 DAX Boerse Frankfurt
2022-08-31 DAX Boerse Frankfurt

Zu den umsatzstärksten Werten gehörten heute die RWE, Beyer und das Schwergewicht SAP.

In der Heatmap vom Abend gab es deutlich mehr Verlierer als Gewinner zu sichten. Versicherer und die Bayer standen noch immer oben im Ranking.

Das Gesamtbild der Heatmap mit der genauen Verteilung ist optisch hier abgebildet:

2022-08-31 DAX-Aktien Heatmap
2022-08-31 DAX-Aktien Heatmap

An Terminen stehen am Donnerstag jede Menge Daten auf der Agenda, die hier abgebildet ist:

2022-09-01 Wirtschaftsdaten
2022-09-01 Wirtschaftsdaten

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