Harte Zeiten für DeFi Technologies: Die Aktie des kanadischen Unternehmens brach am Freitag um 6,82% auf 2,05 Dollar ein. Auslöser war ein Gesetzentwurf aus Washington, der die gesamte DeFi-Branche unter Druck setzt.

Demokraten wollen DeFi an die Kette legen

Am Donnerstag stellten Senatoren der Demokratischen Partei einen Gegenvorschlag vor, der dem US-Finanzministerium weitreichende Befugnisse einräumen würde. Das Ministerium könnte eine „Verbotsliste“ für DeFi-Protokolle erstellen, die als risikobehaftet eingestuft werden.

Branchenkenner schlagen Alarm:
• Experten warnen vor einem faktischen „Todesstoß“ für die DeFi-Branche in den USA
• Die parteiübergreifenden Verhandlungen über ein Krypto-Regulierungsgesetz kamen zum Erliegen
• Investoren preisen das Risiko für DeFi-exponierte Unternehmen neu

Für DeFi Technologies, dessen Geschäftsmodell untrennbar mit dem Wachstum des DeFi-Sektors verbunden ist, stellt diese Entwicklung eine existenzielle Bedrohung dar.

Starke Geschäftszahlen überschattet

Dabei hatte das Unternehmen erst Anfang der Woche positive Nachrichten verkündet. Die Tochtergesellschaft Valour konnte ihre verwalteten Vermögenswerte bis Ende September auf 987 Millionen Dollar steigern. Die Nettozuflüsse beliefen sich im laufenden Jahr auf 115,3 Millionen Dollar – ein Zeichen der anhaltenden Nachfrage nach digitalen Finanzprodukten.

Doch diese fundamentalen Stärken verblassen angesichts der regulatorischen Unsicherheit. Andrew Forson, Präsident von DeFi Technologies, hatte bereits vor den Risiken wechselnder Durchsetzungsprioritäten gewarnt.

Blick nach Washington entscheidend

Das weitere Schicksal der Aktie hängt nun maßgeblich vom US-Gesetzgebungsverfahren ab. Jede Entwicklung rund um die geplante „Verbotsliste“ für DeFi-Protokolle dürfte weitere Volatilität auslösen.

Die nächsten Quartalszahlen für das dritte Quartal 2025 werden Mitte November erwartet. Bis dahin bleibt die regulatorische Diskussion in den USA der dominierende Kurstreiber.