Der digitale Vermögensverwalter DeFi Technologies steht im Zentrum eines heftigen Analystenstreits. Während einige Experten weiterhin zum Kauf raten, hat Wall Street Zen die Papiere nun radikal auf „Verkaufen“ herabgestuft. Auslöser für die wachsende Skepsis ist eine deutlich verfehlte Umsatzprognose, die das eigentlich starke Jahreswachstum des Unternehmens überschattet.
Gespaltene Meinungen
Wall Street Zen stufte die Papiere am Sonntag von „Halten“ auf „Verkaufen“ ab. Die automatisierte Analyse der Plattform bemängelt, dass das Unternehmen lediglich zwei von 33 Prüfkriterien erfüllt. Zudem wird die Bewertung mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 3,24 als zu teuer im Vergleich zum Branchendurchschnitt eingestuft.
Diese harte Linie steht im Kontrast zu den Reaktionen etablierter Häuser, die nach den jüngsten Jahreszahlen für 2025 zwar ihre Ziele anpassten, aber an ihren grundsätzlichen Einschätzungen festhielten:
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- HC Wainwright: Kursziel auf 2,00 US-Dollar gesenkt (Rating: „Kaufen“)
- B. Riley: Kursziel auf 1,00 US-Dollar gesenkt (Rating: „Kaufen“)
- Weiss Ratings: Hochstufung auf „Halten“
Wachstum verfehlt die Erwartungen
Die Wurzel der aktuellen Unsicherheit liegt in den jüngsten Geschäftszahlen. Das Management musste die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 auf 99,1 Millionen US-Dollar kappen – Analysten hatten im Vorfeld mit über 126 Millionen gerechnet. Auch das vierte Quartal blieb mit angepeilten 20 Millionen US-Dollar deutlich hinter den erwarteten 29,7 Millionen zurück. Diese Lücke zwischen Anspruch und Realität schürt Bedenken hinsichtlich der kurzfristigen Wachstumsdynamik. Aktuell notiert der Titel bei 0,61 Euro und hat damit auf Jahressicht über 70 Prozent an Wert verloren.
Dabei lesen sich die nackten Zahlen des abgelaufenen Jahres durchaus positiv. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 215 Prozent, während unter dem Strich ein Nettogewinn von 62,7 Millionen US-Dollar stand – eine massive Trendwende nach dem Verlust von 27,6 Millionen im Vorjahr. Gleichzeitig sanken die Betriebsausgaben um 14 Prozent auf 52,6 Millionen US-Dollar, primär durch geringere aktienbasierte Vergütungen.
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Lichtblicke im Kerngeschäft
Ungeachtet der verfehlten Gesamtprognose liefert die Vermögensverwaltungstochter Valour stabile Ergebnisse. Mit einem durchschnittlich verwalteten Vermögen von knapp 810 Millionen US-Dollar und Nettozuflüssen von über 110 Millionen US-Dollar in ihre ETP-Produkte profitierte der Bereich von der anhaltenden Nachfrage nach digitalen Assets. Auch die Übernahme von Stillman Digital zahlte sich mit Handelskommissionen in Höhe von 9,6 Millionen US-Dollar erstmals auf Gesamtjahressicht aus.
Für das laufende Jahr 2026 hat das Management konkrete operative Ziele definiert. Der Fokus liegt auf der Skalierung strukturierter Produkte und der Einführung regulierter Anlagevehikel wie UCITS-Fonds und AMCs, um neue institutionelle Vertriebskanäle zu erschließen. Mit der Expansion in weitere Märkte und dem Ausbau der institutionellen Infrastruktur plant das Unternehmen, die Lücke zwischen den eigenen Rekordergebnissen und den hohen Erwartungen des Marktes zu schließen.
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