Die Analysten der Maxim Group haben eine detaillierte Einschätzung zur künftigen Ertragslage von DeFi Technologies vorgelegt. Analyst M. Galinko prognostiziert für das kommende Geschäftsjahr 2027 eine schrittweise Verbesserung der Profitabilität.
Während für das erste und zweite Quartal 2027 noch ein Verlust pro Aktie von jeweils 0,01 US-Dollar erwartet wird, rechnen die Experten für das dritte und vierte Quartal des nächsten Jahres bereits mit dem Erreichen der Gewinnschwelle bei einem Ergebnis je Aktie von 0,00 US-Dollar. Die Maxim Group stuft den Titel derzeit mit „Hold“ ein, während der Marktkonsens ein Kursziel von 1,44 US-Dollar sieht.
Operative Erfolge bei Stillman Digital und Produkt-Pipeline
Trotz eines Rückgangs beim Quartalsumsatz auf 7,8 Millionen US-Dollar im Vergleich zu 11,2 Millionen US-Dollar in einem vorangegangenen Zeitraum, zeigt das operative Geschäft in Teilbereichen eine deutliche Dynamik.
Besonders die Tochtergesellschaft Stillman Digital sticht hervor: Ihr Umsatz legte im ersten Halbjahr 2026 um 30,2 Prozent zu. Zudem konnte DeFi Technologies im zweiten Quartal 2026 Nettozuflüsse in Höhe von 22,8 Millionen US-Dollar verzeichnen, was das anhaltende Interesse der Anleger an der Plattform unterstreicht.
In den kommenden ein bis drei Wochen plant das Unternehmen den Start eines eigenen Hedgefonds, womit die Produktpalette weiter diversifiziert wird. Das Management setzt dabei auf eine Gebührenstruktur mit einer Managementgebühr von 1 Prozent und einer Staking-Gebühr von 2,4 Prozent.
Verzögerungen gab es hingegen bei der Einführung von UCITS-Produkten in Schweden. Diese operativen Entwicklungen finden vor dem Hintergrund statt, dass das Unternehmen seine operativen Ausgaben im Vergleich zum Vorquartal um 1,6 Millionen US-Dollar senken konnte und nun jährliche Zielkosten zwischen 36 und 39 Millionen US-Dollar anstrebt.
Stabile Liquiditätslage und aktuelle Marktreaktion
Die finanzielle Ausstattung von DeFi Technologies bleibt solide. Zum Ende des zweiten Quartals 2026 verfügte das Unternehmen über eine Liquidität von 119,8 Millionen US-Dollar, wovon 60,3 Millionen US-Dollar als Barreserven gehalten werden.
Diese Reserven halfen dabei, Mark-to-Market-Verluste in Höhe von 16,3 Millionen US-Dollar abzufedern, die im Zusammenhang mit der Beteiligung an AMINA standen. Die verwalteten Vermögenswerte beliefen sich zum Quartalsende auf 397,2 Millionen US-Dollar.
Am heutigen Donnerstag reagiert der Markt positiv auf die neuesten Prognosen und die operative Stabilität. Der Kurs legt um 7,4 Prozent zu und notiert bei 0,4382 Euro. Mit dieser Bewegung setzt sich das Papier weiter von kurzfristigen Trends ab und liegt nun 3,4 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Während die langfristige Entwicklung seit Jahresbeginn noch ein Minus von 32 Prozent aufweist, deuten die aktuellen Zuflüsse und die Analystenschätzungen für 2027 auf eine Stabilisierung der Geschäftslage hin.
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