Rekordumsatz, Rekordgewinn – und trotzdem sinkende Kursziele. DeFi Technologies hat das Geschäftsjahr 2025 mit beeindruckenden Zahlen abgeschlossen, doch zwei Analysehäuser haben ihre Bewertungen am 8. April deutlich nach unten korrigiert. Der Grund liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in einer besorgniserregenden Gegenwart.
Starkes 2025, schwieriges 2026
Der Jahresumsatz 2025 kletterte auf 99,1 Millionen Dollar – ein Plus von 215 Prozent gegenüber den 31,4 Millionen Dollar des Vorjahres. Getragen wurde das Wachstum vor allem durch digitale Asset-ETPs und den erstmaligen Volljahresbeitrag der Tochtergesellschaft Stillman Digital. Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 62,7 Millionen Dollar, nachdem das Unternehmen 2024 noch einen Verlust von 27,6 Millionen Dollar verbucht hatte.
Schrumpfendes Verwaltungsvermögen alarmiert Analysten
Trotz dieser Zahlen senkte H.C. Wainwright sein Kursziel von 5,50 auf 2,00 Dollar – ein Rückgang von 63,6 Prozent. Das „Buy“-Rating blieb zwar bestehen, doch die Begründung ist eindeutig: Das verwaltete Vermögen (AUM) der Tochter Valour schrumpft rasant. Ende des dritten Quartals 2025 lag es noch bei 989 Millionen Dollar, zum Jahresende bei 622,3 Millionen Dollar – und Anfang April 2026 bereits bei nur noch rund 445 Millionen Dollar.
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B. Riley zog nach und kürzte sein Kursziel von 1,60 auf 1,00 Dollar. Relevant ist dabei die von Analysten genannte Gewinnschwelle: Bei etwa 425 Millionen Dollar AUM arbeitet das Unternehmen kostendeckend – ergänzt durch Erträge aus dem Stillman-Digital-Geschäft. Der Puffer ist damit denkbar knapp geworden.
Bilanz und regulatorische Lage
Auf der Habenseite steht eine solide Liquiditätsposition: Zum 31. Dezember 2025 hielt das Unternehmen 113,8 Millionen Dollar in Cash und Stablecoins, davon 91,2 Millionen Dollar in tatsächlichem Bargeld. Inklusive digitaler Treasury-Bestände und Venture-Portfolio belief sich der Gesamtwert auf rund 178,7 Millionen Dollar.
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Regulatorisch sorgte die Ontario Securities Commission (OSC) Anfang April für Aufmerksamkeit: Sie erließ eine Management Cease Trade Order, nachdem die Einreichung des geprüften Jahresabschlusses sich verzögerte – bedingt durch einen verspätet eingegangenen Drittprüfbericht. Die Handelsbeschränkung betrifft ausschließlich CEO und CFO, nicht die übrigen Aktionäre.
Die Aktie notiert aktuell rund 50 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts. Solange das AUM weiter sinkt und die Gewinnschwelle von 425 Millionen Dollar in greifbarer Nähe liegt, bleibt der fundamentale Druck auf die Bewertung bestehen – trotz der starken Bilanzzahlen aus 2025.
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