Delivery Hero Aktie: Beunruhigende Signale?

Delivery Hero erzielt 2025 überraschend hohen Cashflow und Rekordmargen, doch die zurückhaltende Prognose für 2026 lässt Anleger skeptisch. Der vollständige Jahresbericht wird Ende März erwartet.

Delivery Hero Aktie
Kurz & knapp:
  • Freier Cashflow übertrifft Erwartungen deutlich
  • Quick-Commerce-Geschäft wächst über 30 Prozent
  • Bruttomarge erreicht neues Allzeithoch
  • Aktienkurs notiert deutlich unter Jahreshoch

Delivery Hero lieferte im vergangenen Geschäftsjahr zwar starke Wachstumsraten und einen überraschend hohen Cashflow, doch die Anleger reagierten zuletzt verhalten. Während das Quick-Commerce-Geschäft boomt, lässt die vage Prognose für 2026 einige Fragen offen. Reicht der konsequente Umbau zur „Everyday App“, um das Vertrauen der Märkte nachhaltig zurückzugewinnen?

Profitabilität im Fokus

Operativ blickt der Konzern auf ein dynamisches Jahr 2025 zurück. Besonders der Bereich Quick Commerce erwies sich als Wachstumsmotor: Mit einem Plus von über 30 Prozent stieg der Bruttowarenwert (GMV) hier auf mehr als 7,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen peilt für 2026 bereits die 10-Milliarden-Marke an. Auch bei der Profitabilität gibt es Fortschritte. Das Segment der integrierten Verticals erreichte 2025 erstmals den Break-even beim bereinigten Betriebsergebnis (EBITDA).

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Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Das bereinigte Konzernergebnis von über 900 Millionen Euro landete lediglich am unteren Ende der eigenen Prognose. Dass die Aktie am Freitag bei 19,66 Euro aus dem Handel ging und damit seit Jahresbeginn rund 14 Prozent an Wert verloren hat, spiegelt diese Skepsis wider. Ein Lichtblick war hingegen der freie Cashflow, der mit über 200 Millionen Euro die ursprünglichen Erwartungen von 120 Millionen Euro deutlich übertraf.

Skepsis trotz Rekordmargen

Im vierten Quartal untermauerte Delivery Hero seinen Kurs mit einem Umsatzwachstum von 21 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Besonders positiv entwickelte sich die Bruttomarge, die mit 8,3 Prozent einen neuen Höchststand erreichte. Auch im wichtigen asiatischen Markt gelang mit einem leichten GMV-Wachstum von einem Prozent die Rückkehr in die Wachstumszone.

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Trotz dieser operativen Meilensteine zeigt die Kursentwicklung der letzten zwölf Monate mit einem Minus von knapp 30 Prozent den anhaltenden Druck. Der Titel notiert derzeit rund ein Drittel unter seinem 52-Wochen-Hoch von 29,60 Euro. Ein Grund für die jüngste Volatilität dürfte die Zurückhaltung des Managements bei detaillierten Zielen für 2026 sein. Zwar bekräftigte das Unternehmen die Erwartung eines freien Cashflows von erneut über 200 Millionen Euro, blieb aber weitere Kennzahlen schuldig.

Verbindliche Details zum Ausblick und den vollständigen Jahresbericht wird Delivery Hero am 26. März veröffentlichen. Dann muss das Management belegen, wie die angekündigten Investitionen und die laufende strategische Überprüfung den Shareholder Value steigern sollen. Bis dahin bleibt das 52-Wochen-Tief bei 16,02 Euro die entscheidende Marke für die charttechnische Stabilität.

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